Hallo lieber Gast

Hallo lieber Gast, willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast - wunderbar, Dich hier zur wissen!

" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

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Mai - ungenaue Geburtstagswünsche

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An Lottchen Krehl

Ich hätte wohl, dein Haar zu zieren,
Ein Kränzchen, auch ein klein Gedicht;
Wie aber? ich will gratulieren,
Und weiß den Tag des Festes nicht!

Wenn ich es gleichwohl nun probierte,
Ich meint es drum nicht minder treu:
Ist's nicht der erste, dritte, vierte,
So feir ich dir den ganzen Mai.

Doch ach, was ist vom Mai zu singen?
Hier ist's noch winterlich bestellt;
Komm, Lottchen, uns den Mai zu bringen,
Dann blühen Garten, Haus und Feld!

Eduard Mörike, 1804 - 1875




Lottchen Krehl kenne ich nun leider nicht, aber da der Mai auch mein Geburtstagsmonat ist, fand ich dieses entzückende Gedicht doch sehr  passend zu Fotografien des wunderschönen Geburtstagsbouquets. Wir sind zurzeit viel unterwegs, so dass ich kaum mit den Postings nachkomme. Aber es werden viele schöne Bilder gemacht, um sie später mit euch zu teilen. 

Liebe maisinnige Grüße


isabella 



linked with: Mosaic Monday No. 187 - Floral Friday - Sunday Best No.480  




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In der Maienfrühe

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In der Maienfrühe

Lang seufzt ich vergebens,
es war mir im Drang
und Unmut des Lebens
verstummt der Gesang.

Nun bauen die Sänger
des Waldes ihr Nest,
nun halten mich länger
die Sorgen nicht fest.

Die Sorge, die eisig,
das Herz mir umschnürt,
hat alle der Zeisig
und Buchfink entführt.

Welch üppiges Blühen
in Wald und Geheg!
Die Qualen und Mühen,
nun jauchz' ich sie weg.

Früh auf aus dem Bette,
durch Wald und Gesträuch…
Ich pfeif um die Wette,
ihr Vögel, mit eich!

Ich singe und pfeife,
so wie mir's gefällt,
durchschwärme, durchstreife
die lachende Welt.

Und sättige wieder
des Herzens Begier…
Auch hab' ich ja Lieder
und Flügel wie ihr!


Heinrich Leuthold, 1827 -1879






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Der Mai ist gekommen!

 















Mai

Nun aber hebt zu singen an
Der Mai mit seinen Winden.
Wohl dem, der suchen gehen kann
Und bunte Blumen finden!

Die Schönheit steigt millionenfach
Empor aus schwarzer Erden;
Manch eingekümmert Weh und Ach
Mag nun vergessen werden.

Denn dazu ist der Mai gemacht,
Daß er uns lachen lehre.
Die Herzen hoch! Und fortgelacht
Des Grames Miserere!



Otto Julius Bierbaum, 1865 - 1910








Ich wünsche Euch allen einen wundervollen Mai! 


isabella 







Bienchen



 





     
 

Bienchen

Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Ei, wir tun dir nichts zu leide,
Flieg nur aus in Wald und Heide!
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!

Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Such in Blüten, such in Blümchen
Dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!



von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben,
aus der Liedersammlung "Fünfzig Kinderlieder" von 1843 


Es ist so eine große Freude miterleben zu können, wie unser Apfelbaum nicht nur von Blüten überschäumt, nein, es summt und brummt auch von hunderten von Bienen. Wie ein befreundeter Imker auch bestätigte, hat sich der Bestand der Bienen leicht erholt und lässt Positives für die Zukunft hoffen. 

Ich wünsche Euch allen ein summendes, brummendes, wunderschönes Mai-Wochenende.

Eure


Isabella 


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Mein Norden - Mai ist wenn der Raps glüht

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So sehr ich den Anblick im Mai genieße, wenn der Bauer das Feld mal wieder mit Raps bepflanzt hat und der in voller Blüte steht, ein Bilderbuchhimmel darüber hängt und überhaupt die schönste Saison des Jahres, das Draußen-Leben wieder anfängt, weiß ich doch, dass mit dem Fortschreiten der Wachstumsperiode mein wunderschöner Garten von einem ekligen schwarzem, total öligen Film überzogen sein wird, den leider kein Regen abwaschen kann. Die unschöne Kehrseite der Nachbarschaft. 



Aber noch sieht alles wunderbar aus und der Bauerngarten bereitet sich auf seinen Glanzauftritt vor. Der Hausherr und Rasenmeister hat mal wieder besonders künstlerischen Muster in den Rasen gedüngt und überhaupt, freue mich mich, dass der allermeiste Buchsbaum noch lebt. Lediglich der Topfgarten auf der Terrasse ist nicht mehr zu retten und wird schnellstens gegen Hosta-Pflanzungen ausgetauscht. 


Eins ist klar, wir haben die großartigsten Himmel hier im Norden. Und der Blick in die unbebaute Ferne ersetzt die fehlenden Reisen doch sehr.  


  Ein Aufatmen

Grüne Tannen, bunte Blumen,
Blauer Himmel, Luft und Duft,
Silberhelle Wasser rieseln
Aus der grauen Felsenkluft.

Helle Sonnenlichter zittern
Spielend auf dem feuchten Grund,
Und der Vögel heimlich Zwitschern
Gleicht dem Wort aus liebem Mund.

Grüne Tannen – kleine Vögel,
Ach, – ihr kennt ein Zauberwort – –
Euer Rauschen, euer Zwitschern
Scheucht die alten Schmerzen fort!
  
  
Ada Christen, 1839 - 1901
  



Skywatch Friday - Himmelsblick - Our World Tuesday  - My Corner of the World



One more post for my new series: the view out of my window

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Nennt ihr das Seele ... Rilke im Mai

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Nennt ihr das Seele, was so zage zirpt
In euch? Was, wie der Klang der Narrenschellen,
Um Beifall bettelt und um Würde wirbt
Und endlich arm ein armes Sterben stirbt
Im Weihrauchabend gotischer Kapellen, –
Nennt ihr das Seele?

Schau' ich die blaue Nacht, vom Mai verschneit,
In der die Welten weite Wege reisen,
Mir ist: Ich trage ein Stück Ewigkeit
In meiner Brust. Das rüttelt und das schreit
Und will hinauf und will mit ihnen kreisen ...
Und das ist Seele.


Rainer Maria Rilke 





This year the rhododendron blooming was absolutely stunning, so I must share some impressions with you.


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Mai Wunsch

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Mai-Wunsch

Wie lieblich hat sichs eingemait!
Die Erde schwimmt in Blüten.
Das ist die höchst willkommne Zeit,
Die alles will begüten.
Nun werden die härtesten Herzen gelinder,
Wir laufen ins Grüne wie lachende Kinder,
Nun werden wir töricht und werden gescheit.

So geht es jedes liebe Jahr:
Wird man im Winter trübe,
So ists im Maimond wunderbar,
Als ob sich alles hübe.
Es fliehen die Wolken der Seele in Ballen,
Es will uns das Leben nun wieder gefallen,
Wir fühlen, wie töricht das Trübesein war.

Drum singen wir dem ersten Mai
Nach altem Brauch Willkommen.
Er mache alle Herzen frei
Und möge allen frommen.
Insonderheit soll er verliebten Leuten
Auch heuer die seligsten Stunden bedeuten.
Das ist unser Mai-Wunsch. Amen! Es sei!


Otto Julius Bierbaum, 1865 - 1910


Mit den überbordenden Blüten unseres roten Zierapfelbaum möchte ich euch auf den schönsten Monat des Jahres einstimmen.

Liebe Freunde und Abbonenten, trotz der widrigen, traurigen und beängstigen Umstände weltweit wünsche ich euch allen von Herzen einen wunderbaren Monat Mai! Macht das Beste daraus und bleibt gesund and Leib und Seele.

Von Herzen, eure

With the overflowing blossoms of our red ornamental apple tree, I want to get you in the mood for the most beautiful month of the year.

Dear friends and subscribers, despite the adverse, sad, and scary circumstances worldwide, I wish you all a wonderful month of May! Make the best of it and stay healthy in body and soul.



From the heart, yours

isabella 






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Willkommen Mai!

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Mai

Der Flieder am Tor
dringt rötlich hervor,
das himmlische Blau
erduftet im Tau.

Noch blendets vom Blühn,
schon rieselt es grün
und flimmert und bebt,
von Licht überschwebt.

O seliger Mai
und morgen vorbei:
ein trunkener Zug,
ein blitzender Flug!


Richard von Schaukal, 1874 - 1942



Schöner kann der Frühling nicht mehr werden als in diesen ersten Tagen im Monat Mai. Leicht und zart, frisch grün und überschäumend vor Lebensfreude, so ist er, mein Lieblingsmonat.

Ich wünsche euch allen einen herrlichen Mai.


isabella 

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Der Mai

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Der Mai

Im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüßend, über Land.

Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.

Er nickt uns zu und ruft: "Ich komm ja wieder!"
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt.

Erich Kästner „Der Mai“ (1955)

... hier wundervoll vorgetragen von dem unvergleichlichen 






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laughing together

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“I love people who make me laugh. I honestly think it's the thing I like most, to laugh. It cures a multitude of ills. It's probably the most important thing in a person.”

― Audrey Hepburn
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mein Norden - Maigeschehen

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Maigeschehen

Der Maiwind bläst den Fluss entlang.
Hoch wird die Birke aufgeweht.
Ein Riesenhauch stromüber geht
und kraust die Wasser dunkel hin –
Und alles das an dir geschieht
im Mai den Fluss entlang.

Die Sonne ist so jung und blond.
Ein Himmel weit und weiß und blau
grenzt überall ans Herz genau.
Das endet nie. Und jung und blond
und Sonne, Himmel dir geschieht
im Mai den Fluss entlang.



Rudolf Georg Binding, 1867 - 1938










Ich wünsche Euch allen einen glücklichen sonnigen Mai!!



isabella 











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