Hallo lieber Gast

willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast - wunderbar, Dich hier zur wissen!

" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

Mein Norden - Mai ist wenn der Raps glüht

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So sehr ich den Anblick im Mai genieße, wenn der Bauer das Feld mal wieder mit Raps bepflanzt hat und der in voller Blüte steht, ein Bilderbuchhimmel darüber hängt und überhaupt die schönste Saison des Jahres, das Draußen-Leben wieder anfängt, weiß ich doch, dass mit dem Fortschreiten der Wachstumsperiode mein wunderschöner Garten von einem ekligen schwarzem, total öligen Film überzogen sein wird, den leider kein Regen abwaschen kann. Die unschöne Kehrseite der Nachbarschaft. 



Aber noch sieht alles wunderbar aus und der Bauerngarten bereitet sich auf seinen Glanzauftritt vor. Der Hausherr und Rasenmeister hat mal wieder besonders künstlerischen Muster in den Rasen gedüngt und überhaupt, freue mich mich, dass der allermeiste Buchsbaum noch lebt. Lediglich der Topfgarten auf der Terrasse ist nicht mehr zu retten und wird schnellstens gegen Hosta-Pflanzungen ausgetauscht. 


Eins ist klar, wir haben die großartigsten Himmel hier im Norden. Und der Blick in die unbebaute Ferne ersetzt die fehlenden Reisen doch sehr.  


  Ein Aufatmen

Grüne Tannen, bunte Blumen,
Blauer Himmel, Luft und Duft,
Silberhelle Wasser rieseln
Aus der grauen Felsenkluft.

Helle Sonnenlichter zittern
Spielend auf dem feuchten Grund,
Und der Vögel heimlich Zwitschern
Gleicht dem Wort aus liebem Mund.

Grüne Tannen – kleine Vögel,
Ach, – ihr kennt ein Zauberwort – –
Euer Rauschen, euer Zwitschern
Scheucht die alten Schmerzen fort!
  
  
Ada Christen, 1839 - 1901
  



Skywatch Friday - Himmelsblick - Our World Tuesday  - My Corner of the World



One more post for my new series: the view out of my window

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Mein Norden, ein Regenbogen und Goethe

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Regenbogen

Grau und trüb und immer trüber
Kommt das Wetter angezogen; –
Blitz und Donner sind vorüber,
Euch erquickt ein Regenbogen.

Wilde Stürme, Kriegeswogen
Rasten über Hain und Dach;
Ewig doch und allgemach
Stellt sich her der bunte Bogen.

Frohe Zeichen zu gewahren
Wird der Erdkreis nimmer müde;
Schon seit vielen tausend Jahren
Spricht der Himmelsbogen: Friede!

Aus des Regens düstrer Trübe
Glänzt das Bild, das immer neue;
In den Tränen zarter Liebe
Spiegelt sich der Engel Treue.


Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832





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