Hallo lieber Gast

Hallo lieber Gast, willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

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" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

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Mein Norden - Eine ukrainische Mühle im Herbst

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Weil es im Herbst zum Schluss der Saison in diesem herrlichen Freilichtmuseum besonders schön ist und man/frau sowieso bei jedem Besuch etwas Neues entdeckt, soll es in diesem Post mal um dieses Kleinod im Mühlenmuseum in Gifhorn gehen. 



Bei dieser wundervollen Mühle handelt es sich um eine Nachbildung einer typisch ukrainischen Bauernwindmühle aus dem Archangelsk, die 2001 in Russland gebaut und nach Gifhorn transportiert wurde. Sie ist ein Geschenk der „Andrej-Rublijow-Stiftung“ und Teil des Museums, das Wind- und Wassermühlen aus aller Welt zeigt. 




Der Mühlennachbau „Natascha“ wurde 1988 im Beisein des Generalkonsuls der UdSSR eingeweiht und sorgte für positive Kontakte zur damaligen UdSSR. Das Vorbild der Mühle steht in der Partnerstadt Gifhorns in Korsun-Schewtschenkowski in der Ukraine nahe Kiew, wo es heute als Restaurant unter dem Namen „Vitrjak“ (Windmühle) dient. 






Die Mühle hat einen Unterbau aus massiven Kiefern- und Fichtenstämmen im Blockhausstil. Im langen, schlanken Turm ist nur eine Antriebswelle untergebracht. Wie viele ukrainische Bauwerke ist das Gebäude an Fenstern, Türen und Vorsprüngen reich verziert. Die Mühle wurde von einer Zimmerei erbaut. Die Blockhaus-Konstruktion des Unterbaus stammt aus Finnland.




 
Das ist die einzige Antriebswelle der äußerst schlanken Windmühle. 


Windmühlen waren von jeher komplexe technische Bauwerke, da sie Windenergie effizient in mechanische Energie umwandeln mussten. 

Mechanik und Präzision: Für den Betrieb einer Mühle war ein ausgeklügeltes System aus Zahnrädern, Wellen und Getrieben erforderlich. Jede Komponente musste mit einem hohen Maß an Präzision gefertigt werden, damit die Mühle zuverlässig arbeiten konnte.

Windausrichtung: Die gesamte Mühlenkappe musste samt Flügeln in den Wind gedreht werden können. Dafür waren wiederum komplexe Mechaniken und Steuersysteme notwendig.

Statik und Belastung: Die Flügel der Mühle waren enormen Windkräften und Vibrationen ausgesetzt, was eine robuste und dennoch flexible Bauweise erforderte, die diese dynamischen Belastungen aufnehmen konnte. 






Die Mühle diente ursprünglich dem Getreidemahlen und steht auf dem Gelände zwischen der Ausstellungshalle, dem Dorfplatz und einer russisch-orthodoxen Holzkirche, im unteren Bild zu sehen ist. 



Auch dies ist ein Nachbau einer russischen Basilika. Die Stufenkirche besitzt acht zum Teil vergoldete Kuppeln. Im Inneren der russischen Basilika befinden sich Nachbildungen wertvoller Ikonenmalereien und sakrale Prunkstücke.





Brüderchen, du kannst den Wind

Niemals nach der Mühle drehen;

Dreh die Mühle nach dem Wind

Und sie wird vortrefflich gehen.


Aus Russland






Durch die hohe Bauart dieser Mühlen wurde es notwendig, eine Galerie rund um den Mühlenkörper anzulegen, von der aus die Mühlenkappe mittels Steert in den Wind gedreht oder die Flügel erreicht werden konnten. Im Freilichtmuseum in Gifhorn haben nur noch die allerwenigsten Mühlen ihren Steert erhalten bekommen. Er braucht viel Platz und ist hinderlich beim Umrunden der Mühle. Lediglich die unten gezeigte Bockwindmühle kann noch mit Steert aufwarten. Das ist die lange Stange, die an der Rückseite der Mühle im schrägen Winkel zum Boden geht.





So, wer nun noch wissen möchte, was ein Steert denn ganz genau ist, dem sei Folgendes mit auf den Weg gegeben:

Ein Steert an einer Windmühle ist ein langer Auslegerbalken, der dazu dient, die Kappe und die Flügel der Mühle in den Wind zu drehen. Er wird oft als „Außenkrüher“ bezeichnet und kann per Hand oder mit einer Winde (Krühhaspel) an seinem unteren Ende, an der sich eine Kette befindet, bewegt werden, um die Mühle auszurichten. 
Funktion: Der Steert richtet die Windmühle mit ihren Flügeln immer in die richtige Position zur Windrichtung aus, damit sie effizient arbeiten kann. 
Aufbau: Er ist ein langer, senkrechter Balken auf der Rückseite der Mühlenkappe. Er kann mit vier weiteren Balken, sogenannten "Schwertern" oder "Schoren", V-förmig stabilisiert werden. 
Bedienung: Zum Drehen der Mühle wird der Steert benutzt. Wenn die Kappe von innen nicht gedreht werden kann, wird der Steert genutzt. 
Manuell: Mit der Muskelkraft dreht man den Balken. 
Mechanisch: An seinem unteren Ende kann eine Winde oder ein Stellrad ("Krühhaspel") angebracht sein. 
Anwendung: Der Steert wird vor allem bei bestimmten Windmühlentypen wie den Holländerwindmühlen eingesetzt. 


Das ist nun das vorläufige Ende meiner kleinen Mühlenkunde. Ich hoffe, dass es euch gefallen hat. 



Mühlen Museum, Gifhorn - weitere Posts -> hier


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Mein Norden - eine Art von Sommer

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Ja, auch das ist Sommer in Norddeutschland und es ist eine Stimmung, die ich besonders liebe. Wenn der Wind heftig über die fast leeren weiten Strände bläst, dann fühle ich mich einfach perfekt eingenordet, frei und ganz und gar am richtigen Platz. 


Seele des Menschen,

Wie gleichst du dem Wasser!

Schicksal des Menschen,

Wie gleichst du dem Wind!



Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832








linked with: 

Skywatch Friday Image-in-Ing My Corner of the World -  H2O-Thuesday  - Travel Tuesday.


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Frühlingswind und Rilke im April

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Ein Frühlingswind 

Mit diesem Wind kommt Schicksal; laß, o laß
es kommen, all das Drängende und Blinde,
vor dem wir glühen werden –: alles das.
(Sei still und rühr dich nicht, daß es uns finde.)
O unser Schicksal kommt mit diesem Winde.

Von irgendwo bringt dieser neue Wind,
schwankend vom Tragen namenloser Dinge,
über das Meer her was wir sind.

…. Wären wirs doch. So wären wir zuhaus.
(Die Himmel stiegen in uns auf und nieder.)
Aber mit diesem Wind geht immer wieder
das Schicksal riesig über uns hinaus



Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926





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Mein Norden - Ich liebe den Herbst

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Ich liebe den Herbst; seine Traurigkeit stimmt gut zu Erinnerungen. Wenn die Bäume entlaubt sind, wenn der Abendhimmel noch in den tiefroten Farben glüht, die einen goldigen Schein über das Heu werfen, dann sieht man mit Entzücken alles verlöschen, was jüngst noch im Herzen brannte.



Gustave Flaubert 



noch viel mehr wundervolle Himmel gibt es bei: Yogi♪♪♪
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mein Norden - an der Aller










Flimmern, Funkeln
Flirren und Gleißen
schwarz und weiß
das Ried sind mit leisen
Tönen ein Lied


irgendwie klingt es 
nach Frühling





veredit©isabella.kramer15



















I take you for a fabulous winter walk along the River Aller, in Celle - North German. The marvelous building in the background is the Albrecht Thaer House. The Thaer's Agricultural School in Celle was founded by Thaer early 19th century. In 1802 Thaer had founded in Celle in the "Dammasch-Wiesen", the first German Agricultural Training Institute (today Thaer's Garden ). There among others he experimented with rotation to improve the yield.

I hope you enjoy our common walk as much as I do and I wish you all a very nice weekend. 

May the light and happiness be with you. 



Kisses,

isabella 



open mind




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Wind does not discriminate—it touches everyone, everything.
- Lish McBride


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und Oberon tanzt

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… 

Oberon ruft zum Tanz;
Elfen umfangen sich lüstern.
Horch, in den Zweigen das Flüstern!
Sieh, im Grase der Glanz!

Mohn blüht feurig im Korn,
wo sie im Reigen sich drehen.
Schleier wie Spinngeweb weben
früh an Distel und Dorn.



aus "Juninacht" von Theobald Nöthig, 1841-1900



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Am Meerufer

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Und Welle kommt und Welle flieht,
Und der Wind stürzt sein Lied,
Schaumwasser spielt an deine Schuhe
Knie nieder, Wandrer, ruhe.

Es wälzt das Meer zur Sonne hin,
Und aller Himmel blüht darin.
Mit welcher Welle willst du treiben?
Es wird nicht immer Mittag bleiben.

Es braust ein Meer zur Ewigkeit,
In Glanz und Macht und Schweigezeit,
Und niemand weiß wie weit –
Und einmal kommst du dort zur Ruh,
Lebenswandrer, Du.


Gerrit Engelke
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Winterhalme ________ das Flüstern des Windes

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Manchmal geschieht es in tiefer Nacht,
Daß der Wind wie ein Kind erwacht,
Und er kommt die Allee allein
Leise, leise ins Dorf herein.

Und er tastet bis an den Teich,
Und dann horcht er herum:
Und die Häuser sind alle bleich,
Und die Eichen sind stumm ...



von Rainer Maria Rilke

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