Hallo lieber Gast

Hallo lieber Gast, willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast - wunderbar, Dich hier zur wissen!

" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

Das vergessene Gartenzimmer

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Ja, es gibt sie sicherlich in so gut wie jedem Garten, diese vergessenen Ecken. Wo die Kraft oder Inspiration einen verlassen hat oder der "Zahn der Zeit" so lange genagt hat, bis von der ursprünglichen Konzeption so gut wie nichts mehr übrig war. 

Eben solch ein "Sorgenkind" war unser Rondell, es ist von einer Buchenhecke auf einem Findlingswall umgeben und unter der Rondellpflasterung, die der Hausherr selbst verlegt het, befindet sich die Versickerung für unseren Doppelcarport. Links ist der Zugang zu unserer (ungenutzten) Komposttonne. Dort habe ich mir einen Pflanzbereich mit Erdsäcken, Topfvarianten etc. eingerichtet. 





Leider kann ich euch keinerlei Vorher-Nachher-Bilder anbieten, eben nur die überaus beglückenden Nachher-Bilder. Und ich kann nur sagen: Genau so habe ich es mir vor 25 Jahren vorgestellt, als ich diesen Platz im Garten geplant habe. 





Pläne machen und Vorsätze fassen bringt
viel gute Empfindungen mit sich.

- Friedrich Nietzsche, 1844 - 1900





Gärtnerisch bietet er so allerlei Herausforderungen; zum einen liegt er fast völlig schattig, zum anderen steht er in der Nähe der hohen Eichen, die an unser Grundstück grenzen. Eben diese Eichen liefern im Herbst ungebetene (gefühlte) Tonnen an nicht verrottbaren Blättern und Eicheln, die wiederum, wenn die Eicheln nicht entfernt werden, dafür sorgen, dass sich dort wahrlich imposante Eichenwälder anstatt einer gepflegten englischen Gartenlandschaft entwickelt hätte. 



 


In den vergangenen Jahrzehnten hat sich zudem gezeigt, dass die wahrlich nicht gerade kleinen Fugen des Rondells immer wieder stark von Unkraut befallen werden und so die verborgene Schönheit des Ortes zu einem ungeliebten und vor allem ungenutzten Gartenraum verkam. 

Nun hatten wir für unsere Terrasse am Haus vor Jahren eben diese besonderen bunten Pflastersteine aus Tecklenburg erworben und auch an vereinzelten Stellen auf der Terrasse verlegt. 




Hier mal ein Bild zur Veranschaulichung, wie bezaubernd und höchst individuell sich diese frostfesten Keramiksteine kombinieren lassen. In unserem Fall habe ich das Moos selbst in den Fugen platziert, und es hält das Unkraut sehr gut in Schach. 


 


Ich wusste von unserem damaligen Kauf in Tecklenburg, dass es dreieckige Steine gibt. Einige wenige, die ganz kleinen Schmalen im Bild, haben wir damals bereits gekauft, allerdings gingen sie völlig unter in der großen restlichen Betonsteinfläche. Leider gab es eben diese Steine nicht mehr, sodass ich bei der Gestaltung der neuen Elemente improvisieren musste. Die konische Form wäre weitaus leichter zu verlegen gewesen, aber Frau wächst mit ihrer Aufgabe. 

Seit Jahren hatte ich die Überlegung, diesen Platz aus seinem Dämmerzustand zu erwecken. Als in diesem Jahr die Idee entstand, einen Miniteich mit Fischen anzulegen, fiel die Standortwahl auf das Rondell, und damit war der Startschuss für eine grundlegende Renovierung des Platzes gegeben. 


 



Das Wasser, das zu rein ist, hat keine Fische.

Aus dem Zen-Buddhismus


Das Zen entstand im 5. Jahrhundert in China aus Meditationsbuddhismus und Taoismus






Schließlich sollten unsere neuen Mitbewohner nicht nur einen ohne jede Technik laufenden kleinen Teich erhalten, nein, auch die Umgebung sollte nun endlich so attraktiv gestaltet sein, dass man dort gerne Zeit verbringen wollte. Im Teich leben ca. 25 Medakas, die teilweise noch sehr jung sind. Die Fische werden ca. 3-4 cm groß und können, wenn wir dafür sorgen, dass der Teich im Winter nicht zufriert, auch prima draußen bleiben.  Ich habe bereits früher Erfahrungen mit Aquarien gesammelt und die Medakas gelten als robust und widerstandsfähig, auch sind sie aufgrund ihres Herkommens aus asiatischen Reisfeldern daran gewöhnt, mit starken Temperaturschwankungen zu leben. Sie lieben es, Mückenlarven zu fressen, was sie zu einer idealen Besatzart für einen Gartenteich macht. 




Der Teich hat ein Volumen von 85 Litern, was den geselligen Fischen viel Raum zum Bewegen bietet. 




Es ist ungemein entspannend, dem Schwarm bei seinen Manövern zuzuschauen, und ich freue mich, dass die Eingewöhnung so gut und schnell geklappt hat. 



late summer—
my wounded soul
becomes a damselfly 


veredit©isabella.kramer 





 



°‧ 𓆝 𓆟 𓆞 ·。°‧ 𓆝 𓆟 𓆞 ·。°‧ 𓆝 𓆟 𓆞 ·。



  


Unsere Gartenmeisterin Coralie hat den Platz natürlich auch schon inspiziert, für gut befunden und somit genehmigt. Ich bin neugierig, wie sich der Unkrautbefall in Zukunft entwickeln wird. Allerdings bedingt durch die Fische bekommt das Rondell auch mehr Aufmerksamkeit, und dabei wird dann auch das eine oder andere unerwünschte Pflänzchen beim Fischebeobachten ausgezupft. 






Zum Postende gibt es noch ein überaus romantisches rosa Wölkchen, das mir vor einigen Tagen den Gartenabend verschönt hat. Manchmal ist die Natur doch höchst überraschend! 


Vergesst nicht, euch überraschen zu lassen, vom Glück, von der Natur, von der Liebe, vom Augenblick.

Herzlichst, 


isabella 

Tecklenburg - Fachwerk und Keramik

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Bei allerschönstem Sommerwetter (wir haben hier in Norddeutschland wirklich Glück, dass die Hitze nicht allzu groß ist) haben wir uns auf einen ganz speziellen Einkaufsweg ins ostwestfälische Tecklenburg gemacht. 


 


Die kleine Stadt liegt südwestlich von Osnabrück am Rande des Teutoburger Waldes. Wir haben sie vor vielen Jahren entdeckt, als wir auf einem Gartenfestival ganz besondere Pflastersteine für unser damals noch neues Haus gefunden hatten, und der Hersteller dieser außergewöhnlichen Keramikarbeiten hat seinen Sitz und zum Glück auch ein Ladengeschäft in der bezaubernden Altstadt dieser Stadt. 




Man betritt den weithin sichtbaren historischen Stadtkern durch äußerst imposante Tore der Stadtmauer und macht sofort eine Zeitreise ins Mittelalter. 




Der gesamte Altstadtbezirk ist denkmalgeschützt und wirkt überaus malerisch. Ständig eröffnen sich neue pittoreske Blickwinkel. 




Gleich am Eingang liegt allerdings schon das Ziel unseres Einkaufsbummels, aber bevor wir uns mit Pflastersteinen beladen, erkunden wir noch die bezaubernde Innenstadt. 





Die Stadt veranstaltet sehr viele Festivals und auch bei unserem Besuch steht eines kurz bevor. Aus diesem Grund hat sich die Stadt so herrlich geschmückt. 




Wir können uns kaum sattsehen an den wundervollen Eindrücken. Man sieht deutlich, wie sehr die Tecklenburger ihre Stadt lieben und sie im allerschönsten Kleid präsentieren wollen. 




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Die Festspielstadt liegt auf dem "Balkon des Münsterlandes", und man hat von vielen Punkten aus einen herrlichen Blick auf die umgebende Münsterländer Parklandschaft. 





Schneller Gang ist unser Leben;
Laßt uns Rosen auf ihn streun!

Johann Gottfried von Herder, 1744 - 1803











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Die Burg, die erstmals um 1100 urkundlich erwähnt wurde, war wegen des bevorstehenden Festspiels nicht zu besichtigen. Es handelt sich eh um eine Burgruine, auf deren Burghof  seit 1927 Schauspiele aufgeführt werden, und der heutige Platz bietet 2300 Sitzplätze.




Die Tecklenburg zu Zeiten von Konrad von Tecklenburg, der eine der schillernsten Persönlichkeiten in der Geschichte von Lingen ist. Die Burg selbst hat in ihrer fast tausendjährigen Geschichte sehr viel erlebt und wurde schließlich nach vielen erfolglosen Versuchen, die zerstörte Burganlage wieder instandzusetzen, 1744 geschleift und als Steinbruch freigegeben. 





Das blaue Leinenweberhaus von 1693 ist ein typisches Fachwerkhaus der Fachwerkstadt Tecklenburg. 



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Zurück zum Ziel unseres Besuches im nördlichsten Fachwerkbergstädtchen Deutschlands: Die Töpferei Schulte-Uebbing. Das Geschäft kann man gar nicht übersehen, denn sofort fallen die überaus dekorativ und harmonisch bepflanzten Steintröge ins Auge. 






Der Laden wurde gerade geöffnet und die überaus freundliche und kompetente Verkäuferin kam gar nicht mit dem Dekorieren der Blumentröge nach, aufgrund des starken Kundenandrangs. 






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Auch im Laden bot sich ein überraschendes und farbenfrohes Dekorationskonzept. Kleine sehr liebevolle Details, wohin man auch schaute. 



 



⋇⊶⊰❣⊱⊷⋇ ⋇⊶⊰❣⊱⊷⋇



 


Was wir hier erworben haben, bleibt erstmal bis zum nächsten Blogpost ein Geheimnis. Doch dann werde ich euch ganz genau zeigen, was wir mit den erworbenen Schätzen gestaltet haben. 






Bewunderung besteht aus Überraschung in Begleitung von etwas Vergnügen und einem Gefühle der Zustimmung.

Charles Darwin, 1809 - 1882






Nun, wir werden sehen, ob wir eure Bewunderung erlangen können. Ich bin gespannt. Nach dem erfolgreichen Einkauf schlenderten wir doch noch ein wenig durch die schönen Gassen und genossen die charmanten Details. 





Zum Essengehen war es doch noch etwas zu früh am Tag für uns, obgleich die Stadt eine sehr gepflegte Gastronomie bietet. 






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Schon auf dem Weg zu unserem Fahrzeug, das natürlich außerhalb der verwinkelten Fachwerkstadt  geparkt war (übrigens äußerst preisgünstig; P2 ist als Tipp perfekt, wenn man mit kurzem Fußweg in die Altstadt gelangen möchte), entdeckten wir im Vorbeigehen diesen verwunschenen Garten. 






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Zauberisch, nicht wahr?  Nun heißt es, ab in den Garten und beherzt anzupacken, was wir so geplant haben. 



Habt eine wunderbaren restliche Woche, mit lieben unternehmungslustigen Grüßen



Isabella





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