Hallo lieber Gast

Hallo lieber Gast, willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast - wunderbar, Dich hier zur wissen!

" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

Posts mit dem Label travel tuesday werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label travel tuesday werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Herbst, Hermannsdenkmal, stille Wege und ein Gedicht

 .



Heute ging es an diesem stillen Herbsttag mal in unser benachbartes Bundesland Nordrhein-Westfalen. Wir wollten uns das berühmte Hermannsdenkmal mal wieder aus der Nähe anschauen.  





Das Hermannsdenkmal steht in der als Großer Hünenring bekannten Ringwallanlage auf der stark bewaldeten, 386 Meter hohen Grotenburg, in der Nähe des Ortsteils Hiddesen, auf dem Gebiet der Stadt Detmold in Nordrhein-Westfalen, im südlichen Teutoburger Wald.




Trotz des herbstlich trüben Wetters hatte man von hier oben einen weiten Blick ins Umland. Da die Herbstfärbung bereits in vollem Gange ist, sah alles mit dem leichten Nebel noch einmal so schön aus. 





 ────⊱⁜⊰──── 





Herbst

Der du die Wälder färbst,
Sonniger, milder Herbst,
Schöner als Rosenblühn
Dünkt mir dein sanftes Glühn.

Nimmermehr Sturm und Drang,
Nimmermehr Sehnsuchtsklang;
Leise nur atmest du
Tiefer Erfüllung Ruh.

Aber vernehmbar auch
Klaget ein scheuer Hauch,
Der durch die Blätter weht,
Daß es zu Ende geht.

Ferdinand von Saar, 1833 - 1906







Stille Wege, außer fallenden Regentropfen und Blättern, hatten wir das weitläufige Areal ganz für uns alleine. 





⋅•⋅⊰∙∘༓∘∙⊱⋅•⋅






Klagt nicht, Wildgänse –
überall ist’s dieselbe
vergängliche Welt.

- Kobayashi Issa, 1763–1828







Zaghafte Versuche der Abendsonne, sich durch die Wolken zu kämpfen, die jedoch nur von kurzer Dauer waren. 






 ────⊱⁜⊰──── 






Der Erbauer Ernst von Bandel ging nach damaliger Forschungslage noch davon aus, dass die Varusschlacht im Teutoburger Wald stattgefunden hatte. Die Wahl fiel allerdings aus praktisch-ästhetischen Gründen auf die Grotenburg. Der lippische Fürst wollte den Bauplatz nur unter der Bedingung zur Verfügung stellen, dass das Denkmal auf der Berghöhe errichtet würde, da es von dort aus weithin über Lippe sichtbar wäre. Mittlerweile ordnen die meisten Archäologen die Fundregion Kalkriese in Niedersachsen als den wahrscheinlichsten Ort der Schlacht ein.






Ist man erstmal bei dem Denkmal angekommen, wirkt es viel größer, als erwartet. Obwohl es schon bei der Anfahrt weit über die Höhenzüge hinausragt. 






Mit seiner Gesamthöhe von 50 Metern ist es wahrlich beeindruckend. Der Unterbau aus roh behauenem Osning-Sandstein mit seinen zehn Pfeilern und Nischen, die als "Ruhmeshalle" für berühmte deutsche Dichter angedacht waren, ist so nie vollendet worden. 





Das Hermannsdenkmal erzählt von Arminius, von der Varusschlacht in der zweiten Hälfte des Jahres 9 nach Christus, vom Nationalgefühl des 19. Jahrhunderts, von regionaler Identität und von der Frage, wie Geschichte im öffentlichen Raum dargestellt wird. Es ist ein Denkmal, das bis heute beeindruckt, aber auch zum Nachdenken einlädt. Gerade diese Mischung macht den Ort so interessant.






Mit einer Figurhöhe von 26,57 Metern und einer Gesamthöhe von 53,46 Metern ist das Hermannsdenkmal die höchste Statue Deutschlands und war von 1875 bis zur Errichtung der Freiheitsstatue 1886 die höchste Statue der westlichen Welt. Seit 1985 steht die Gesamtanlage unter Denkmalschutz.






Kurz nach dem Baubeginn des Hermannsdenkmals erschien 1844 Heinrich Heines Werk "Deutschland. Ein Wintermärchen", in dem sich folgende Aussage findet:



Wenn Hermann nicht die Schlacht gewann /
mit seinen blonden Horden /
so gäb’ es die deutsche Freiheit nicht mehr /
wir wären römisch geworden!






 ────⊱⁜⊰──── 





Weit reicht der Blick bis zum gegenüberliegenden Höhenzug namens Gauseköte, einem Gebirgspass des Teutoburger Waldes zwischen Detmold und Schlangen. Die Windenergieanlagen dort drüben haben eine Höhe von bis zu 250 Metern und es sollen noch viele mehr entstehen. Das Projekt ist sehr umstritten, zumal das berühmte Denkmal bereits von Windkraftanlagen umgeben ist. 






Bevor das karge Herbstlicht restlos verschwunden ist, begeben wir uns zum Parkplatz. Wartet doch ein nettes Restaurant auf unseren Besuch. 






Als wolle er sich entschuldigen für den grauen Tag, lässt der Himmel den Rand noch ein letztes Mal an diesem Tag auflodern in den unglaublichsten Farben. 









Bewusst habe ich in diesem Post auf die widersprüchlichen Bedeutungen verzichtet, die dieses Denkmal seit seiner Entstehung erfahren hat. Uns dient es als herbstliches Ausflugsziel und Gelegenheit unsere "alte Heimat", das Lipperland, mal wieder zu besuchen. Wir haben dort in den 90er Jahren eine wirklich gute Zeit verbracht. 






Auf dem Heimweg nach Niedersachsen erwartete uns im Restaurant unser reservierter Tisch mit einem überaus köstlichen Herbstmenü. 



 ──※ ·❆· ※── 


Das war er nun, der Monat Oktober, anno 2026. Ich wünsche euch einen guten gruselfreien Ausklang und einen perfekten Start in den November. 


Herzlichst eure, 


isabella 





.

Southern Corners 48 - Glück sehen ...



die letzten Strahlen der untergehenden Sonne lagen über der Bucht ...


"Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist.
Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt,
der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick."

Fjodor M. Dostojewski




Gestern habe ich mit Erstaunen festgestellt, dass es ERST 30 Jahre her ist, dass wir das erste Mal auf dieser mich so sehr berührenden Insel waren. Mir kommt es gefühlt viel länger vor. 

Ich liebe einfach alles an diesem Fleckchen Erde, na gut, vielleicht nicht die diversen Bausünden, aber davon gibt es hierzulande auch genug. 




Aber wenn ich dann wieder diese Anblicke genießen kann, die Ruhe spüren kann, dann fühle ich mich ganz und gar angekommen. Der lange Flug schreckt mit zunehmendem Alter, doch ich spüre deutlich: es ist wieder einmal Zeit für die Insel. 



Canción de Despedida

die inseljahre sind vergangen 
geblieben sind mir nur die lieder
die muscheln sand in kleinen gläsern
und manchmal träume ich sie wieder

den duft die stille tauben gurren
das träge rascheln alter palmen
will nicht erwachen einfach bleiben
durch meinen traum dort hingelangen













Besonders seit wir vor drei Aufenthalten dieses schöne Haus zum Mieten entdeckt haben, bei dem für mich einfach alles perfekt ist, sehne ich mich noch mehr nach einem Auffrischungsbesuch, zumal der letzte Aufenthalt jetzt schon fast drei Jahre her ist. 






Ja, ich koche auch im Urlaub gern, zumal wenn die einheimischen Produkte so gut und völlig nach unserem Geschmack sind. Die spanische Küche ist unkompliziert und leicht zu bewerkstelligen, auch in einer fremden Küche. 




Wir haben den Jahrtausendwechsel auch auf dieser Insel verbracht, allerdings hat sich durch den Klimawandel auch das Winterwetter dort verändert, sodass wir lieber erst im Frühling dort hinfliegen. Es macht letztlich keinen Spaß, wenn es auf einer Sonneninsel immer nur regnet, windig ist oder Temperaturen von ca. 16 Grad hat. 




Mit viel Sehnsucht im Herzen und einem letzten Blick aufs Meer...



ne'er too old
the first jump
into the ocean 









So, nun aber zurück in die vorweihnachtliche Zeit in Norddeutschland. Ich hoffe, dass Euch mein Überraschungspost gefallen hat, so zwischen Lebkuchen und Kerzenschein und wünsche Euch allen 



einen friedlichen 3. Advent. 


Eure, 

isabella 













November - dies ist der Herbst

 .



Es gibt diese unvergleichlichen Augenblicke, Erlebnisse und Erfahrungen, die sich für immer einprägen und ein Teil unserer Selbst werden. So war es auch damals im Engadin an diesem stillen und so wundervollen Ort, wo Herbst und Winter sich trafen. 




Wie goldene Spitzen leuchteten die Lärchen aus dem frisch gefallenen ersten Schnee. 






Nichts, rein gar nichts störte den Frieden dieses Ortes. Scheinbar geschaffen einzig zum Genießen.






Nur das Plätschern und Murmeln des Baches unterbricht die herrliche Stille dieses Ortes. 





Der Herbst

Dies ist der Herbst:
der – bricht dir noch das Herz!
Fliege fort! fliege fort!
Die Sonne schleicht zum Berg
Und steigt und steigt
Und ruht bei jedem Schritt.

Was ward die Welt so welk!
Auf müd gespannten Fäden spielt
Der Wind sein Lied.
Die Hoffnung floh –
Er klagt ihr nach.

Dies ist der Herbst:
der – bricht dir noch das Herz!
Fliege fort! fliege fort!
O Frucht des Baums,
Du zitterst, fällst?
Welch ein Geheimnis lehrte dich
Die Nacht,
Daß eisiger Schauder deine Wange,
Die Purpur-Wange deckt? –

Du schweigst, antwortest nicht?
Wer redet noch? – –

Dies ist der Herbst:
der – bricht dir noch das Herz!
Fliege fort! fliege fort!
Ich bin nicht schön
– so spricht die Sternenblume –,
Doch Menschen lieb ich
Und Menschen tröst ich –

Sie sollen jetzt noch Blumen sehn,
Nach mir sich bücken
Ach! und mich brechen –
In ihrem Auge glänzet dann
Erinnerung auf,
"Erinnerung an Schöneres als ich: –
– ich seh's – und sterbe so." –

Dies ist der Herbst:
der – bricht dir noch das Herz!
Fliege fort! fliege fort!


Friedrich Nietzsche, 1844 - 1900


Er passte gar zu gut, der Nietzsche, auch wenn er ein wenig lang ist, so erscheint mir sein tröstender Unterton doch umso passender. 










Der November ist für mich immer eine besondere Zeit. Zeit zum Besinnen, Zurückblicken, Erinnern, aber auch zum Planen für die kommende Adventszeit, die Urlaube des nächsten Jahres, Veränderungen im Haus und Garten. Besonders aber zum zur Ruhe kommen, Gedichte schreiben, viel Malen, Romane lesen und mit der Katze auf dem Schoß alte Filme anschauen. 






Ich wünsche euch allen ein gemütliches Wochenende, 

herzlichst




Isabella 









.

Costa Brava Greetings

 .





Our time oat the Costa Brava was simply amazing. We saw so much, enjoyed the tranquility of our small holiday resort Calella de Palafrugell, explored, hiked, relaxed, and feasted.




If Once You Have Slept on an Island 
 

If once you have slept on an island 
You’ll never be quite the same; 
You may look as you looked the day before 
And go by the same old name, 


You may bustle about in street and shop; 
You may sit at home and sew, 
But you’ll see blue water and wheeling gulls 
Wherever your feet may go. 

 
You may chat with the neighbors of this and that 
And close to your fire keep, 
But you’ll hear ship whistle and lighthouse bell 
And tides beat through your sleep. 


Oh, you won’t know why, and you can’t say how 
Such change upon you came, 
But – once you have slept on an island
You’ll never be quite the same! 

 

Rachel Field (1894–1942)





As you can probably imagine, I took hundreds of pictures. So, there will be one or two in-depth reports in the coming years. Now, as always, I need to let the impressions sink in, get back home, and get back to everyday life, strengthened and motivated.







.



Das ist nicht Sommer mehr, das ist September

 .




Das ist nicht Sommer mehr, das ist September


Das ist nicht Sommer mehr, das ist September ... Herbst:
diese großen weichen Wolken am Himmel, 
diese feinen weißen Spinnwebschleier in der Ferne
und hinter den Gärten mit den Sonnenblumen
der ringelnde Rauch aufglimmender Krautfeuer ...
und diese süße weiche Müdigkeit und diese
frohe ruhige Stille überall und trotzdem wieder
diese frische, satte, erntefreudige, herbe Kraft ...
das ist nicht Sommer ... das ist Herbst.



Cäsar Flaischlen, 1864 - 1920 



...und doch ist es für uns schon immer ein Reisemonat gewesen, der uns mal weiter weg, wie nach Thailand zog, oder ins Elsass, an den Bodensee, nach Südfrankreich oder Spanien. Aber auch unser Norden ist im Spätsommer wundervoll, auf jeden Fall wird gereist und Euch werde ich mitnehmen!


Ich wünsche Euch allen einen herrlichen September









.


.

Southern Corner 43 - Tusany - an insider hotel tip!

 



Some hotels, places are so incredibly beautiful that one can't believe that they exist. The Hotel Albergo Villa Marta is truly one of them. It is an eighteenth century villa built for hunting reasons. It is 5 km from the city centre of Lucca, in the countryside that separates Pisa from Lucca.  




Rooms are traditional in style, some with exposed beams, others with frescoed ceilings, and are sparingly furnished with antiques that are not expensive but suitably elegant. All are up to date: behind the time-honored facade are modern fittings and extras, including accessible rooms on the ground floor.




The bedrooms overlook the estate's gardens and surrounding countryside. Still, a short stroll will reveal even more, including an outdoor swimming pool and a small private chapel, ideal for a fairytale wedding (or to give a nod to your future spouse). 




The extensive breakfast is one of Albergo Villa Marta's strengths, and if you're in a foodie mood, wine tastings and cooking classes can be arranged.




Each room has its character, with a combination of elegant furniture, subtle colors, and simple architecture.




The villa is surrounded by a large Renaissance Lucchese garden where guests can enjoy the tranquility. Its elegance and crystal-clear pool promise an unforgettable holiday for those looking for relaxation, warm Tuscan hospitality, and culture. 
 




“Some journeys take you to a new destination, but Italy has a way
of taking you to a new version of yourself.”

-John Mark Green