Hallo lieber Gast

Hallo lieber Gast, willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast - wunderbar, Dich hier zur wissen!

" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

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Mein Norden - Haus im Schnee


 



 

Es gibt sie wohl nicht mehr geben hier in unserer Region in Niedersachsen, Norddeutschland, die Winter mit Eis und Schnee und die Kinder von morgen werden es für ein Märchen halten, von Schwärmereien der Alten, so wie es immer ist, wenn etwas einfach verschwindet aus unserer Welt. Gut kniehohen Schnee und das monatelang kenne ich nur noch aus meiner Kindheit in den 60er Jahren. Was war das für eine Freude, wenn wir auf dem zugefrorenen Wiesen Schlittschuh gelaufen sind, oder in den unseren herrlich hügeligen Buchwäldern gerodelt haben, bis die Dunkelheit uns zwang nach Hause zu gehen. Patschnass, durchgefroren und überglücklich. 

Schnee 

Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
schwebe, sinke –
breit alles in Schweigen
und Vergessenheit!
Gibt es noch Böses,
wo Schnee liegt?
Verhüllt, verfernt er nicht
alles zu Nahe und Harte
mit seiner beschwichtigenden
Weichheit, und dämpft selbst
die Schritte des Lautesten
in leise?
Schnee, zärtliches Grüßen
der Engel,
den Menschen, den Tieren! –
Weißeste Feier
der Abgeschiedenheit.

Francisca Stoecklin, 1894 - 1931














Christmas Thoughts - Rilkes Advent

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Advent


Es treibt der Wind im Winterwalde

die Flockenherde wie ein Hirt

und manche Tanne ahnt, wie balde

sie fromm und lichterheilig wird,

und lauscht hinaus. Den weißen Wegen

streckt sie die Zweige hin – bereit,

und wehrt dem Wind und wächst entgegen

der einen Nacht der Herrlichkeit.



Rainer Maria Rilke 





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be moved

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“The main thing is to be moved, to love, to hope, to tremble, to live.” 

- Auguste Rodin 














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mein Norden, Wintergedichte - 3

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Ende

Nur eines noch:
viel Stille um sich her wie weiche Decken schlagen,
Irgendwo im Alltag versinken, in Gewöhnlichkeit,
seine Sehnsucht in die Enge bürgerlicher Stuben tragen,
Hingebückt, ins Dunkel gekniet, nicht anders sein wollen,
geschränkt und gestillt, von Tag und Nacht überblüht,
heimgekehrt von Reisen
Ins Metaphysische – Licht sanfter Augen über sich,
weit, tief ins Herz geglänzt,
den Rest von irrem Himmelsdurst zu speisen –
Kühlung Wehendes, Musik vieler gewöhnlicher Stimmen,
die sich so wie Wurzeln stiller Birken
stark ins Blut dir schlagen,
Vorbei die umtaumelten Fanfaren,
die in Abenteuer und Ermattung tragen,
Morgens erwachen, seine Arbeit wissen, sein Tagewerk,
festbezirkt, stumm aller Lockung,
Keine Ausflüge mehr ins Wolkige,
nur im Nächsten noch sich finden, einfach wie ein Kind,
das weint und lacht,
Aus seinen Träumen fliehen, Helle auf sich richten,
jedem Kleinsten sich verweben,
Aufgefrischt wie vom Bad, ins Leben eingeblüht,
dunkel dem großen Dasein hingegeben.


Prof. Dr. Ernst Maria Richard Stadler











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