Hallo lieber Gast

Hallo lieber Gast, willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast - wunderbar, Dich hier zur wissen!

" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

Winterhalme ________ das Flüstern des Windes

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Manchmal geschieht es in tiefer Nacht,
Daß der Wind wie ein Kind erwacht,
Und er kommt die Allee allein
Leise, leise ins Dorf herein.

Und er tastet bis an den Teich,
Und dann horcht er herum:
Und die Häuser sind alle bleich,
Und die Eichen sind stumm ...



von Rainer Maria Rilke

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the path of light

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 Fern im Osten wird es helle

Fern im Osten wird es helle,
Graue Zeiten werden jung;
Aus der lichten Farbenquelle
einen langen tiefen Trunk!
Alter Sehnsucht heilge Gewährung,
Süßer Lieb’ in göttlicher Verklärung.

Endlich kommt zur Erde nieder
Aller Himmel sel’ges Kind,
Schaffend im Gesang weht wieder
Um die Erde Lebenswind,
Weht zu neuen, ewig lichten Flammen
Längst verstiebte Funken hier zusammen.







 

Überall entspringt aus Grüften
Neues Leben, neues Blut;
Ew’gen Frieden uns zu stiften,
Taucht er in die Lebensflut;
Steht mit vollen Händen in der Mitte,
Liebevoll gewärtig jeder Bitte.

Lasse seine milden Blicke
Tief in deine Seele gehen,
Und von seinem ew’gen Glücke
Sollst du dich ergriffen sehn.
Alle Herzen, Geister und die Sinnen
Werden einen neuen Tag beginnen.








Greife dreist nach seinen Händen,
Präge dir sein Antlitz ein,
Musst dich immer nach Ihm wenden,
Blüte, nach dem Sonnenschein;
Wirst du nur dein ganzes Herz Ihm zeigen,
Bleibt er wie ein treues Weib dir eigen.



Unser ist sie nun geworden,
Gottheit, die uns oft erschreckt,
Hat im Süden und im Norden
Himmelskeime rasch geweckt,
Und so lass im vollen Gottesgarten
Treu uns jede Knosp’ und Blüte warten.


von Novalis
(Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg) 1772 - 1801








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