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Es gibt sie, diese ganz speziellen Tage, an denen sich einfach alles aufs Feinste fügt, selbst das Wetter, das wir nun wahrlich nicht nach unseren Wünschen gestalten können, passte an diesem herrlich Spätnachtmittag im April.
Schloss und Park sind eindrucksvoll in die Landschaft des Klützer Winkels eingebettet. Sie erstrecken sich auf einer Insel, die von einem geschlossenen Wassergraben nach niederländischem Vorbild umgeben ist.
Alle Entdeckungen sind nur rein geistige Wandlungen
und Verschiebungen der Erkenntnisbasis.
und Verschiebungen der Erkenntnisbasis.
Franz Marc, 1880 - 1916
Steht man auf dieser kleinen Brücke und wendet sich einmal herum, hat man exakt diesen wundervollen Ausblick auf die Festonallee.
Dieses 270 Meter lange Meisterwerk barocker Gartenkunst ist zeitgleich mit dem Schloss, ca. 1726 - 1736 erbaut und besteht aus kunstvoll gepflanzten und geschnittenen holländischen Linden, die einen Feston = franz. Girlande, bilden und den Eindruck vermitteln, als würden die Bäume sich an den Händen halten.
Besonders wichtig für den Erhalt der Feston-Allee ist ein regelmäßiger Rückschnitt der Bäume, der ihre Gesundheit, Form und Lebensdauer erhält und verlängert.
Nahezu verheißungsvoll führt die Allee den Blick hügelauf und verbindet auf einzigartige Weise das Schloss und den benachbarten Ort Holzumfelde, fügt die gesamte Anlage als Element in die umgebende herrliche Landschaft ein.
Das Leben bedeutet eine fast lückenlose
Reihe gemeinsamer Entdeckungen.
Reihe gemeinsamer Entdeckungen.
Gerhart Hauptmann, 1862 - 1946
Das Barockschloss befindet sich am südlichen Ortsrand der nordwestmecklenburgischen Kleinstadt Klütz. Der denkmalgeschützte Komplex aus mehrflügeligem Schloss und rechteckiger Garteninsel bildet die größte erhaltene Barockanlage Mecklenburg-Vorpommerns.
Zwei Jahrhunderte lang gehörte dieses Schloss der Familie Bothmer – bis zu deren Enteignung 1945. Danach war es zunächst Kommandantur der Alliierten, diente dann in der DDR als Altenheim. Nach der Wende scheiterten mehrere Versuche, das marode Anwesen zu privatisieren. Schließlich übernahm 2008 das Land das gesamte Ensemble und ließ es mithilfe von EU-Geldern für insgesamt gut 36 Millionen Euro grundlegend sanieren.
Während im mittleren Gebäude, dem unten erwähnten Corps de Logis ein Museum eingerichtet wurde, dienen die beiden Seitenflügel einem Restaurant (das wir nicht besuchten) und als Veranstaltungslocation.
Das Corps de Logis bildet das Zentrum der Schlossanlage. Es ist ein zweigeschossiger Bau mit Walmdach auf einem niedrigen Kellersockel, Der Baukörper mit elf Fensterachsen ist 43 Meter breit und 14 Meter tief.
Der Erbauer, Reichsgraf Hans Caspar von Bothmer, war einer der mächtigsten Politiker seiner Zeit. Als äußerst erfolgreicher Diplomat bereiste er die wichtigsten Höfe Europas und wohnte zuletzt in London, Downing Street No 10. Von hier aus lenkte er den Bau des Schlosses im Klützer Winkel. Er selbst hat die Fertigstellung allerdings nicht mehr erlebt.
Es ist sehr spannend, sich mit der Geschichte derer von Bothmar zu beschäftigen. Das Museum im Schloss widmet sich ausführlich dem wahrlich abenteuerlichen Leben des Reichsgrafen.
Wenn du die Zukunft vorauswissen willst,
so betrachte die Vergangenheit.
so betrachte die Vergangenheit.
Aus Spanien
Aus der Gebäudemitte treten sowohl zur Hof- als auch zur Gartenseite ein dreiachsiger, übergiebelter Mittelrisalit hervor, zu dessen Portalen jeweils eine Freitreppe führt. Der Mittelrisalit trägt das Wappen der Bothmer und den Wahlspruch des Bauherrn in zwei Spruchbändern.
Der Baumeister des Schlosses, Johann Friedrich Künnecke, prophezeite, dass solange an dem Gebäude „…Stein Stein heißt…“ die Erinnerung an Bothmer unsterblich sein wird. Und tatsächlich – der Graf baute sich mit diesem Schloss sein eigenes Denkmal. Hoch oben über dem Eingang ließ er sein Wappen, seine Initialen und sein Motto in goldenen Buchstaben anbringen: „Respice Finem – Bedenke das Ende“. Nach rund 300 Jahren erinnern das goldene „Respice Finem“ und dieses prächtige Anwesen noch immer an Hans Caspar von Bothmer.
Auch die sehr großzügige und perfekt restaurierte Parkanlage haben wir an diesem Tag ausgelassen und uns für einen nächsten Besuch aufgespart.
Nur sehr zögerlich konnten wir uns von diesem magischen Ort lösen. Sei es die Abendsonne, oder die völlige Ruhe und Abgeschiedenheit während unseres Besuches, wir waren und sind verzaubert und ein wenig wehmütig nach Niedersachsen zurückgefahren.
Ist es nicht wunderbar, wie viel es noch zu entdecken und zu erkunden gibt!!
Liebe Grüße und genussvolle Pfingsttage, liebe Freunde und Besucher!
isabella
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