Hallo lieber Gast

Hallo lieber Gast, willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast - wunderbar, Dich hier zur wissen!

" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

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Vorfreude

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Es wird Weihnachten! Mein ganzes Haus riecht schon nach braunem Kuchen – versteht sich nach Mutters Rezept –, und ich sitze sozusagen schon seit Wochen im Scheine des Tannenbaums. Ja, wie ich den Nagel meines Daumens besehe, so ist auch der schon halbwegs vergoldet.


It's going to be Christmas! My whole house already smells of brown cakes—according to Mother's recipe, of course—and I've been sitting in the glow of the Christmas tree for weeks, so to speak. Yes, as I look at the nail of my thumb, it is already halfway gold-plated.

    

Theodor Storm, 1817 - 1888 

translation by Isabella Kramer





Ich wünsche Euch eine wunderschöne, harmonische Adventszeit.



herzlichst Isabella



Skywatch Friday Image-in-Ing My Corner of the World  - ThrougH My Lens

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Husum - Storm's "graue Stadt am Meer"

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Die Stadt 

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohne Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.


The shore is gray, the sea is gray,   
And there the city stands;   
The mists upon the houses weigh,   
And through the calm the ocean gray   
Roars dully on the strands.           

There are no rustling woods, there fly   
No singing birds in May;   
The wild goose with its callous cry   
Alone on autumn nights soars by;   
The wind-blown grasses sway.           

And yet my whole heart clings to thee,   
Gray city by the sea;   
And e’er the spell of youth for me   
Doth smiling rest on thee, on thee   
Gray city by the sea.


By Theodor Storm (1817–1888)

Margarete Münsterberg, ed., trans.  A Harvest of German Verse.  1916




... these photographs I've taken with my iPhone and using the APP #Hipstamatic at Husum, Schleswig-Holstein, North Germany. This is the gray city by the sea where Theodor Storm has lived .









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Mein Norden - Oktoberlied

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Oktoberlied

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!
Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz –
Stoß an und laß es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.

Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!


Theodor Storm, 1817 - 1888




Skywatch Friday 




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mein Norden, die Möwe und mein Herz

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Die Möwe und mein Herz

Hin gen Norden zieht die Möwe,
Hin gen Norden zieht mein Herz;
Fliegen beide aus mitsammen,
Fliegen beide heimatwärts.

Ruhig, Herz! du bist zur Stelle;
Flogst gar rasch die weite Bahn –
Und die Möwe schwebt noch rudernd
Überm weiten Ozean.

Theodor Storm 









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April

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Das ist die Drossel, die da schlägt,
Der Frühling, der mein Herz bewegt;
Ich fühle, die sich hold bezeigen,
Die Geister aus der Erde steigen.
Das Leben fließet wie ein Traum –
Mir ist wie Blume, Blatt und Baum.


Theodor Storm 

mein Norden - Nebeltage

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Über die Heide hallet mein Schritt;
dumpf aus der Erde wandert es mit.
Herbst ist gekommen, Frühling ist weit –
gab es denn einmal selige Zeit?

Brauende Nebel geistern umher;
schwarz ist das Kraut und der Himmel so leer.
Wär' ich hier nur nicht gegangen im Mai!
Leben und Liebe – wie flog es vorbei!

Theodor Storm 






out

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Dänischer Sommer

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Die Möwe und mein Herz

Hin gen Norden zieht die Möwe,
Hin gen Norden zieht mein Herz;
Fliegen beide aus mitsammen,
Fliegen beide heimatwärts.

Ruhig, Herz! du bist zur Stelle;
Flogst gar rasch die weite Bahn –
Und die Möwe schwebt noch rudernd
Überm weiten Ozean.

Theodor Storm, 1817 - 1888



















 

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Der Süden rief mich, aber dem Norden war ich zu Eigen.

Jakob Wassermann, 1873 - 1934










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mein Norden XIV - von Halligen und Kirchen

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„Schwimmende Träume“ hat sie Theodor Storm genannt und tatsächlich sind die zehn weltweit einzigartigen Halligen etwas Besonderes. Sie laden zum Träumen und Verweilen ein.

Vom Meer umspült und manchmal sogar überspült, liegen diese nicht eingedeichten Inseln, inmitten des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und seit 2009 im Weltnaturerbe Wattenmeer. Gleichzeitig sind sie Teil des Biosphärengebietes Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer und Halligen.

Halligen sind die nicht durch Winterdeiche geschützten nordfriesischen Marschinseln zwischen Föhr und Nordstrand: Langeneß, Oland, Gröde, Habel, Hooge, Norderoog, Nordstrandischmoor, Süderoog und Südfall. Sie werden bei Hochwasser überflutet; die Gehöfte liegen auf künstlichen, 4-5 m hohen Erdhügeln (Werften, Warften oder Wurten). Gegen Überflutung während des Sommers sind die größeren Halligen durch Sommerdeiche geschützt. (© Wissen Media Verlag)



Wir waren hier mit den Fahrrädern auf der Hallig Hooge unterwegs. Ein sehr lohnenswertes Ziel ist die Kirchwarft mit der St. Johanniskirche, die im Jahr 1637 geweiht wurde. Auffällig ist, dass das Pfarrhaus sehr viel größer ist, als die daneben liegende Kirche.


Die reetgedeckte Kirche ist vom Friedhof umgeben. Auf dem Friedhof befinden sich neben den Gräbern der Hooger auch das Grab des Vogelwarts von Hallig Norderoog, Jens Sørensen Wand. Der legendäre „Vogelkönig“ kam 1950 im Watt zwischen Hooge und Norderoog um. Seine Leiche trieb auf Hooge an.
Auch der Grabstein der letzten Bewohner der untergegangen Hayenshallig befindet sich auf dem Hooger Friedhof. Es ist nur ein Todesfall eingetragen, der Raum für zum Zeitpunkt der Steinmetzarbeiten noch lebenden Familienmitglieder blieb frei.
Unter dem Kreuz für Heimatlose liegen drei namenlose Marineangehörige, die nach der Skagerakschlacht 1916 an der Hallig angetrieben waren. (Text von www.halligfreunde.de)


Im frühen 17. Jahrhundert erhielten die Hooger die herzogliche Erlaubnis zum Bau der ersten eigenen Kapelle. Dafür wurde ihnen ein eigener Ort ausgewiesen. Diese frühe Kapelle ist wohl in den Fluten Anfang des 17. Jahrhunderts wieder verlorengegangen. 1624 begann man mit dem Aushub für eine neue Kirchwarft. Bis die Gemeinde aber ihre erste eigene Kirche erhielt, dauerte es noch einige Zeit. Erst Jahre nach der Zweiten großen Mandränke, der Burchardiflut vom 11. Oktober 1634, konnten die Hooger mit dem Bau beginnen. Zwischen 1637 und 1642 wurde gebaut, 1642 konnte die neue Kirche endlich dem Hl. Johannes geweiht werden. (Text von www.halligfreunde.de)


Die Einrichtung der Hooger Kirche ist älter als die Kirche selbst. Sie stammt in weiten Teilen aus der 1624 errichteten neuen Kirche des Alt-Nordstrander Ortes Osterwohl. Die Kirche ging mit ihrer Gemeinde 1634 unter. Ihre Backsteine, das Gestühl, die Taufe, die Kanzel und das Chorgitter fanden in der neuen Hooger Kirche ihren Verwendung. (Text von www.halligfreunde.de)


Der Boden der Kirche besteht seit jeher aus Muschelsand. Durch ihn kann eingedrungenes Wasser wieder ablaufen. Vergleicht man das Bodenniveau der Kirche mit dem Warftniveau, bemerkt man, daß immer wieder Warfterhöhungen stattgefunden haben. (Text von www.halligfreunde.de)



An der Jahreszahl auf dem Kirchengestühl 1624 kann man ersehen, dass es älter ist als die Kirche und es wird vermutet, dass es aus der zerstörten Kirche Osterwohl, einem Kirchspiel der auseinandergerissenen Insel Strand stammt.


Die Westwand der Hooger Kirche stammt aus dem Jahr 1825, als nach der großen Halligflut der Dänenkönig Frederik VI. Hooge besuchte und das Geld für die Erneuerung der schwer beschädigten Wand stiftete. An den Besuch des Königs erinnern die dänische Fregatte, die als Votivschiff an der Kirchendecke hängt. „Fredreig.D.6.“ steht auf ihrem Heck. (Text von www.halligfreunde.de)



Im „Glockenstapel“ , einem Holzstuhl, hängt die einzige Glocke der Hooger Kirche.



ein letzter Blick über diese einmalig schöne Landschaft und unsere kleine Exkursion ist für heute beendet.


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part of Skywatch Friday and That's my World 



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Rosen und Dichter - Theodor Storm

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Die Nachtigall

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.

Sie war doch sonst ein wildes Kind;
Nun geht sie tief in Sinnen,
Trägt in der Hand den Sommerhut
Und duldet still der Sonne Glut
Und weiß nicht, was beginnen.

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.



Theodor Storm, 1817 - 1888



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fraktale




....nur noch einmal bricht die Sonne unaufhaltsam durch den Duft, und ein Strahl der alten Wonne rieselt über Tal und Kluft. Und es leuchten Wald und Heide dass man sicher glauben mag, hinter allem Winterleide lieg`ein ferner Frühlingstag.... Theodor Storm

Grautöne

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Die Stadt


Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer

Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohne Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.



Theodor Storm, 1817 - 1888






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