Hallo lieber Gast

Hallo lieber Gast, willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast - wunderbar, Dich hier zur wissen!

" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

Posts mit dem Label Nebel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nebel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mein Norden - Heidenacht

 .




Heidenacht

Wenn trüb das verlöschende letzte Rot
Herschimmert über die Heide,
Wenn sie liegt so still, so schwarz und tot,
so weit du nur schauest, die Heide,
Wenn der Mond steigt auf und mit bleichem Schein,
Erhellt den granitnen Hünenstein,
Und der Nachtwind seufzet und flüstert darein
Auf der Heide, der stillen Heide. –

Das ist die Zeit, dann mußt du gehn
Ganz einsam über die Heide,
Mußt achten still auf des Nachtwinds Wehn
Und des Mondes Licht auf der Heide:
Was nie du vernahmst durch Menschenmund,
Uraltes Geheimnis, es wird dir kund,
Es durchschauert dich tief in der Seele Grund
Auf der Heide, der stillen Heide.



Hermann Allmers, 1821 - 1902







Bei diesem abendlichen Besuch bei der Oldendorfer Totenstatt sind recht viele Bilder entstanden, die jedes für sich genommen ganz besonders sind. So werde ich mich vorerst auf jeweils einzelne, wenige Fotos zur Veröffentlichung beschränken und hoffe auf euer Verständnis. 


Es liegt schon viel Wehmut in diesen Septembertagen, der Sommer will doch recht früh uns verlassen. 


Liebe Grüße


isabella



Linked with:



.

vom Glück gestreift

 .






Oft steht einem plötzlich irgendein stiller Waldeswinkel wieder vor Augen, ein Uferrand, ein Garten in Blütenpracht, den man vielleicht ein einziges Mal an einem sonnenhellen Tag gesehen hat. Das ist im Gedächtnis haften geblieben wie das Bild einer Frau, der man etwa an einem Frühlingsmorgen begegnet in durchsichtig hellem Kleide, und die in Seele und Nerven Unruhe, Wünsche zurückgelassen, nicht auszulöschen, als hätte einen das Glück gestreift.


Guy de Maupassant, 1850 - 1893







Linked with:   Skywatch Friday -  Mosaic Monday  


.

Es ist Winter in meinem Norden - Silencio

 .





Stille hat der plötzlich Wintereinbruch mit sich gebracht. Ein Zustand, den ich am Winter besonders schätze. Von meiner Vorliebe für die blassen, müden Farben dieser Jahreszeit mal ganz abgesehen. 







ich ließ mich fangen
von der weißen stille
und legte all mein drängen
in den eisig kalten schoß


lautlos verhallen
worte, schwüre, strophen
das längst gebrochene
ist hier bedeutungslos


der eiswind kühlt
die wunden, alte narben
sanft mahnt der frost
zum blick nach innen


zeit dehnt ins endlos sich
licht blendet, tröstet, füllt
lehrt schweigen, bleiben
annehmendes besinnen


und als kein vers, nicht eine silbe
schreibbar, fühlbar ist
verheißt gewissheit heller ton
hier kann ich neu beginnen


veredit©isabella.kramer12





Und das Auge schärft sich wieder für Strukturen und Konturen. Muster werden mit einem Male deutlich und profane Dinge verwandeln sich in kleine Kunstwerke. 





Im Garten befinden sich mal wieder gefühlt sämtliche Spatzen Norddeutschlands und der Lärm, den sie bei ihren gemeinsamen Mahlzeiten veranstalten, hat so gar nichts mit erwähnter Stille zu tun. Sie scheinen sich stets viel zu erzählen haben. 




Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz
und mitten drin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüber da schneit es, hu!

Sie rücken zusammen, dicht an dicht.
So warm wie der Hans hat's niemand nicht.

Sie hören alle drei ihrer Herzlein Gepoch
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.


- Christian Morgenstern, 1871 - 1914





Der Raureif und der Schnee hielten sich ja einige Tage lang, und was auf dem Weg zur Arbeit sehr beschwerlich war, zeigte sich im Garten von seiner allerschönsten Seite. 








Die frostfesten Gartenkeramiken erfreuen nicht nur mich zu jeder Jahreszeit, sondern auch die Vögel lieben es, diese anzufliegen und sie als Ausguckspunkte zu nutzen. 




Die Christrose

In der schweigenden Welt, 
Die der Winter umfangen hält, 
Hebt sie einsam ihr weißes Haupt; 
Selber geht sie dahin und schwindet 
Eh’ der Lenz kommt und sie findet, 
Aber sie hat ihn doch verkündet, 
Als noch keiner an ihn geglaubt.


Johannes Trojan, 1837 - 1915






Zum Ende gesellte sich auch noch Nebel zum Schnee, leider waren die Straßen spiegelglatt, sodass ich meine Fotografierlust etwas eindämmen musste. 





Fürs Erste ist die weiße Pracht ja vergangen und unserer Ausflugslust steht nunmehr nichts im Wege. 


Ich wünsche Euch eine schöne Woche. 

Winterliche Grüße, 


isabella 


Linked with:




.

November in meinem Norden

 .





"Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein." 


- Hugo von Hofmannsthal, 1874 - 1929





Und in Augenblicken wie diesem stimme ich Hofmannsthal aus ganzem Herzen zu. Einlassen muss man sich, die Stille zulassen und annehmen, was sie an Gutem zu geben hat. Ich habe sie stets zu schätzen gewusst, da dieses Zur-Ruhe-Kommen auch ein Quell neuer Kraft für mich darstellt. 



.

Mein Norden - Nebel und Hesse

 .




Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, Im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.


von Hermann Hesse, geschrieben 1905 als Hesse 28 Jahre alt war












.


.

Mein Norden - November



November

Die Luft ist grau, das Feld steht kahl, 
Die dumpfen Nebel spinnen: 
Kein Ton, kein Sang, kein Farbenstrahl: –
Glück zog und Glanz von hinnen. 

Rings Stille – matt starb selbst der Wind – 
Ein Rabe huscht an den Steinen: 
Mir ist, ich hör' mein fernes Kind 
Bitter, bitter weinen.

Felix Dahn, 1834 - 1912



.






Mitte November ist für mich immer eine besondere Zeit. Zeit zum Besinnen, Zurückblicken, Erinnern, aber auch zum Planen für die kommende Adventszeit, die Urlaube des nächsten Jahres, Veränderungen in Haus und Garten. Besonders aber zum zur Ruhe kommen, Gedichte schreiben, Romane lesen und mit der Katze auf dem Schoß alte Filme anschauen. 


Ich wünsche euch allen ein gemütliches Wochenende, 
herzlichst


Isabella 


linked with: Skywatch Friday Image-in-Ing  H2O-Tuesday - My Corner of the World 

.

Mein Norden - Vergänglichkeit

 .






Vergänglichkeit

Nun spinnen sich die Tage ein,
Nicht einer will mehr freundlich sein,
Sie müssen sich alle besinnen
Auf eine Hand voll Sonnenschein
Und gehen dürftig von hinnen,
Wie Wasser im Sande verrinnen.

Die Menschen wandern hinterdrein,
Still einzeln, oder still zu zwein,
Und sehen die Blätter verfliegen
In alle vier Wände hinein.
Sie möchten im Sonnenschein liegen
Und müssen sich fröstelnd schmiegen.

So war es tausend Jahr und mehr,
Mit Blindheit kommt der Herbst daher.
Gern will ihn keiner sehen,
Er macht ja alle Wege leer.
Er muß zur Seite gehen
Und muß um Mitleid flehen.

Und so geht's tausend Jahre fort.
Vergänglichkeit, Du müdes Wort,
Du lösest ab die Tage,
Du duldest weder Zeit noch Ort,
Machst Wirklichkeit zur Sage,
Den Liebesrausch zur Klage.


Max Dauthendey, 1867 - 1918



Ungewöhnlich früh und schnell ist der Herbst gekommen und lässt uns wenig Licht, aber viel Regen da. Eigentlich mag ich diese Stimmung ja sehr gern, nur nicht so unmittelbar nach dem Sommer, ohne rechten Übergang. Dieses Bild entstand auf eine Fahrt in Richtung Harz und diese Stelle enttäuscht mich nie, immer ist der Blick grandios, ganz gleich welches Wetter herrscht. 



linked with:

Skywatch Friday Image-in-Ing 

My Corner of the World 

Himmelsblick




.

Christmas Thoughts - Marzipan

 .



Marzipan is known almost everywhere but obviously its preparation changes based on the country it is made in. For example in the United Kingdom, it is used to make fruit cakes and it is called marzipan, in South America and Spain, it takes the name of marzapan and it is a traditional sweet of Christmas time, even if sometimes almonds can be replaced by pine nuts or peanuts.


In Germany and Norway marzipan is used to make Glücksschwein that is a lucky marzipan charm with the shape of a pig, a traditional gift for New Year.




Lübeck’s Marzipan

Speaking of Germany, the beautiful medieval city Lübeck, it’s known as the homeland of marzipan. Here you can taste this most delicious and famous sweet, made since 1800 by the Niederegger family. Niederegger is a symbol of quality, its marzipan is soft, tasty and not too sweet. Unlike other recipes, German marzipan and specifically the Niederegger’s one, it’s made with rose water that softens the dough and makes its flavor less strong.


Niederegger‘s marzipan shop is situated in Breite Strasse 89, with a marvelous museum at the second floor where visitors can enter for free and dive in the interesting and sweet history of this delight.


text© true-italien.com 






Fängt es im Winter zu schneien an,
so schneit es nichts als Marzipan,
Rosinen auch und Mandel.

 Und wer sie gerne knabbern mag,
der hat 'nen guten Handel.


— Joachim Ringelnatz, 1883 - 1934





For many years it has been our tradition to have a marzipan panna cotta for dessert at Christmas. It is prepared with cream, orange peel and Niederegger's wonderful marzipan liqueur. I serve it with a sauce with fermented cranberries and orange fillets. We don't want to miss it.





And because it looked so wonderfully surreal, I just had to capture this view. The left wind turbine appears to float weightlessly above the trees. This wintry fog situation is simply wonderful, don't you think?





.

Zum 1. Advent - Eisnacht

 .














Eisnacht

Wie in Seide ein Königskind
schläft die Erde in lauter Schnee,
blauer Mondscheinzauber spinnt
schimmernd über der See.

Aus den Wassern der Raureif steigt,
Büsche und Bäume atmen kaum:
durch die Nacht, die erschauernd schweigt,
schreitet ein glitzernder Traum.


Clara Müller-Jahnke, 1860 - 1905





Ich wünsche Euch eine wunderschöne, harmonische Adventszeit.



herzlichst Isabella



Skywatch Friday Image-in-Ing My Corner of the World  - ThrougH My Lens

.


.


Mein Norden - November

 .



November

Bin heut im erstarrten Garten gewesen,
Wo ich in Deinem Auge einst Lieder gelesen;
Wo die Biene den Tropfen Seligkeit sog,
Und wie ein Stückchen Himmel der Schmetterling flog.
Wo der Mond aufstieg wie der Liebe Lob,
Wie ein Herz das sich von der Erde hob,
Und wo jetzt die Wurzeln der Blumen verwesen,
Hab ich in toten Blättern noch Lieder gelesen.


Max Dauthendey (1867 - 1918), deutscher Dichter und Maler

.




















Mitte November und es wird draußen immer ungemütlicher, trüber und kälter. Buß- und Bettag stehen vor der Tür und dann der Totensonntag. Zeit sich ins gemütliche Innen zurückzuziehen, Gedichte und alte Romane wieder mal lesen. Langsam die Adventsdekoration hervorzuholen, Kerzen anzünden und sich auch mal der Ruhe hingeben. 

Ich wünsche Euch ein gemütliches Wochenende,
herzlichst


Isabella 









My North - Autumn is old...

 


Poetic scenes all around, warm golden colors, and tired colors go hand in hand. 




The parks are empty and peaceful.





Early dawn and in the sky, migratory birds are on their way into the warmth. 





I love those days too when it's the whole day grey and less light. Cozy time for candles and warm drinks, cuddling with loved ones. Time for good books and good wine. 



“The Autumn is old; The sere leaves are flying; 
He hath gathered up gold, 
And now he is dying…
Old age, begin sighing.”



- Thomas Hood





Through my LensTravel Tuesday 




.


My North - Cranes and Winter are back

 









Mist

Its hand compassionate guards our restless sight
Against how many a harshness, many an ill!
Tender as sleep, its shadowy palms distil
Weird vapors that ensnare our eyes with light.
Rash eyes kept ignorant in their own despite,
It lets not see the unsightliness they will,
But paints each scanty fairness fairer still,
And still deludes us to our own delight.

It fades, regathers, never quite dissolves.
And ah that life, ah that the heart and brain
Might keep their mist and glamour, not to know
So soon the disenchantment and the pain!
But one by one our dear illusions go,
Stript and cast forth as time's slow wheel revolves.

by Sir Charles George Douglas Roberts



Yes, Winter is back! After a warm start into March first, we've had some very misty mornings, and as we are surrounded by many rivers and bogs it was really thick fog. Still, there are unmistakable signs that spring is near. The storks are back, looking for food in the wintry meadows, and in the sky you can see endless rows of cranes migrating north-east.



Skywatch Friday Image-in-Ing My Corner of the World 

Through my LensTravel Tuesday 




.

Zum Neuen Jahr!

 .



Zum neuen Jahr

Zum neuen Jahr ein neues Herze,
ein frisches Blatt im Lebensbuch.
Die alte Schuld sei ausgestrichen
und ausgetilgt der alte Fluch.
Zum neuen Jahr ein neues Herze,
ein frisches Blatt im Lebensbuch!
Zum neuen Jahr ein neues Hoffen!
Die Erde wird noch immer wieder grün.
Auch dieser März bringt Lerchenlieder.
Auch dieser Mai bringt Rosen wieder.
Auch dieses Jahr läßt Freuden blühn.
Zum neuen Jahr ein neues Hoffen.
Die Erde wird noch immer grün.


Karl von Gerok, 1815 - 1890




New Year is not about changing the Dates but Direction;
It's not about changing the Calendar but Commitment;
It's not about changing the Actions but Attitude;
It's not about changing the Fruit but Faith, Force, and Focus!
May you Commit and Create the best New Year ever!


Cordially yours,


 isabella 







  

Skywatch Friday Image-in-Ing My Corner of the World  - ThrougH My Lens




  

.