Hallo lieber Gast

Hallo lieber Gast, willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

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" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

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Tecklenburg - Fachwerk und Keramik

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Bei allerschönstem Sommerwetter (wir haben hier in Norddeutschland wirklich Glück, dass die Hitze nicht allzu groß ist) haben wir uns auf einen ganz speziellen Einkaufsweg ins ostwestfälische Tecklenburg gemacht. 


 


Die kleine Stadt liegt südwestlich von Osnabrück am Rande des Teutoburger Waldes. Wir haben sie vor vielen Jahren entdeckt, als wir auf einem Gartenfestival ganz besondere Pflastersteine für unser damals noch neues Haus gefunden hatten, und der Hersteller dieser außergewöhnlichen Keramikarbeiten hat seinen Sitz und zum Glück auch ein Ladengeschäft in der bezaubernden Altstadt dieser Stadt. 




Man betritt den weithin sichtbaren historischen Stadtkern durch äußerst imposante Tore der Stadtmauer und macht sofort eine Zeitreise ins Mittelalter. 




Der gesamte Altstadtbezirk ist denkmalgeschützt und wirkt überaus malerisch. Ständig eröffnen sich neue pittoreske Blickwinkel. 




Gleich am Eingang liegt allerdings schon das Ziel unseres Einkaufsbummels, aber bevor wir uns mit Pflastersteinen beladen, erkunden wir noch die bezaubernde Innenstadt. 





Die Stadt veranstaltet sehr viele Festivals und auch bei unserem Besuch steht eines kurz bevor. Aus diesem Grund hat sich die Stadt so herrlich geschmückt. 




Wir können uns kaum sattsehen an den wundervollen Eindrücken. Man sieht deutlich, wie sehr die Tecklenburger ihre Stadt lieben und sie im allerschönsten Kleid präsentieren wollen. 




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Die Festspielstadt liegt auf dem "Balkon des Münsterlandes", und man hat von vielen Punkten aus einen herrlichen Blick auf die umgebende Münsterländer Parklandschaft. 





Schneller Gang ist unser Leben;
Laßt uns Rosen auf ihn streun!

Johann Gottfried von Herder, 1744 - 1803











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Die Burg, die erstmals um 1100 urkundlich erwähnt wurde, war wegen des bevorstehenden Festspiels nicht zu besichtigen. Es handelt sich eh um eine Burgruine, auf deren Burghof  seit 1927 Schauspiele aufgeführt werden, und der heutige Platz bietet 2300 Sitzplätze.




Die Tecklenburg zu Zeiten von Konrad von Tecklenburg, der eine der schillernsten Persönlichkeiten in der Geschichte von Lingen ist. Die Burg selbst hat in ihrer fast tausendjährigen Geschichte sehr viel erlebt und wurde schließlich nach vielen erfolglosen Versuchen, die zerstörte Burganlage wieder instandzusetzen, 1744 geschleift und als Steinbruch freigegeben. 





Das blaue Leinenweberhaus von 1693 ist ein typisches Fachwerkhaus der Fachwerkstadt Tecklenburg. 



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Zurück zum Ziel unseres Besuches im nördlichsten Fachwerkbergstädtchen Deutschlands: Die Töpferei Schulte-Uebbing. Das Geschäft kann man gar nicht übersehen, denn sofort fallen die überaus dekorativ und harmonisch bepflanzten Steintröge ins Auge. 






Der Laden wurde gerade geöffnet und die überaus freundliche und kompetente Verkäuferin kam gar nicht mit dem Dekorieren der Blumentröge nach, aufgrund des starken Kundenandrangs. 






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Auch im Laden bot sich ein überraschendes und farbenfrohes Dekorationskonzept. Kleine sehr liebevolle Details, wohin man auch schaute. 



 



⋇⊶⊰❣⊱⊷⋇ ⋇⊶⊰❣⊱⊷⋇



 


Was wir hier erworben haben, bleibt erstmal bis zum nächsten Blogpost ein Geheimnis. Doch dann werde ich euch ganz genau zeigen, was wir mit den erworbenen Schätzen gestaltet haben. 






Bewunderung besteht aus Überraschung in Begleitung von etwas Vergnügen und einem Gefühle der Zustimmung.

Charles Darwin, 1809 - 1882






Nun, wir werden sehen, ob wir eure Bewunderung erlangen können. Ich bin gespannt. Nach dem erfolgreichen Einkauf schlenderten wir doch noch ein wenig durch die schönen Gassen und genossen die charmanten Details. 





Zum Essengehen war es doch noch etwas zu früh am Tag für uns, obgleich die Stadt eine sehr gepflegte Gastronomie bietet. 






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Schon auf dem Weg zu unserem Fahrzeug, das natürlich außerhalb der verwinkelten Fachwerkstadt  geparkt war (übrigens äußerst preisgünstig; P2 ist als Tipp perfekt, wenn man mit kurzem Fußweg in die Altstadt gelangen möchte), entdeckten wir im Vorbeigehen diesen verwunschenen Garten. 






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Zauberisch, nicht wahr?  Nun heißt es, ab in den Garten und beherzt anzupacken, was wir so geplant haben. 



Habt eine wunderbaren restliche Woche, mit lieben unternehmungslustigen Grüßen



Isabella





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Celler Weihnachtsmarkt und noch ein Rilke

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Der Weihnachtsmarkt in Celle gilt als einer der schönsten in Deutschland und somit sind wir sehr privilegiert, ihn so nah zu haben, um die wirklich bezaubernde Atmosphäre genießen zu können. 




 Die vielen beeindruckenden Fachwerkhäuser tragen nicht unwesentlich zum Zauber dieses Marktes bei. 






An der Ecke

Der Winter kommt und mit ihm meine Alte,
die an der Ecke stets Kastanien briet.
Ihr Antlitz schaut aus einer Tücherspalte
froh und gesund, ob Falte auch bei Falte
seit vielen Jahren es durchzieht.

Und tüchtig ist sie, ja, das will ich meinen;
die Tüten müssen rein sein, und das Licht
an ihrem Stand muß immer helle scheinen,
und von dem Ofen mit den krummen Beinen
verlangt sie streng die heiße Pflicht.

So trefflich schmort auch keine die Maroni.
Dabei bemerkt sie, wer des Weges zieht,
und alle kennt sie - bis zum Tramwaypony;
sie treibts ja Jahre schon, die alte Toni ...
Und leise summt ihr Herd sein Lied.


  Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926








Die frühe Dämmerung lässt all die Lichter und Kerzen besonders festlich strahlen und der Duft nach gerösteten Mandeln, Zuckeräpfeln, gegrillten Bratwürsten und Fleichspießchen ist schon recht verlockend. 




 
Auch die umliegenden Geschäfte haben sich weihnachtlich herausgeputzt und selbst der Taubenschwarm (hoch über der Adventspyramide auf der rechten Seite gut zu erkennen!) ist mit seinen romantischen Schwüngen ganz in Feiertagslaune. 




Kommt dann die Dezembernacht, kann sich wahrlich niemand dem besonderen Flair des Weihnachtsmarktes entziehen, der sich aufs Wunderschönste durch die gesamte Innenstadt, was hier bei uns gleichbedeutend mit Altstadt ist, zieht.  

 




North wind dreams
Are blue, you said
Mine are full of Christmas snow


for more of my haiku -> veredit©isabella.kramer








Ich wünsche Euch einen besinnlichen und harmonischen 4. Advent.
und dass Ihr Euch beschenkt und geliebt fühlt in diesen kommenden Weihnachtstagen.
 Ruhe und Entspannung Euch die Zeit mit Familie und Freunden so recht genießne lässt 
und für das neue Jahr einen glücklichen Wechsel und viel Posiitives und Lebenswertes in 2026

herzlichst Eure,
 isabella





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Mein Norden - Zeitreise

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Heute möchte ich euch mitnehmen auf eine Zeitreise, die mich ganz an den Anfang meiner Berufsausbildung zur Krankenschwester im Jahr 1974 in Hildesheim, Niedersachsen zurückgeführt hat. 



Von dem Krankenhaus selbst ist fast nichts mehr so, wie es zu dem damaligen Zeitpunkt ausgesehen hat. Man hat am angestammten alten Standort ein hochmodernes, komplett neues Krankenhaus errichtet. Aber die Umgebung, dieser kleine von den immensen Bombenangriffen des 2. Weltkriegs verschont gebliebene Fachwerkbereich, rund um den alten Standort, der ist unverändert bezaubernd geblieben. Auf dem Kalenberger Graben bin ich in den damaligen Wintern zwischen 1974 und 1978 stets Schlittschuh gelaufen. 






Unmittelbar an das Krankenhausgelände schließt sich der Godehardiplatz an und man kann man sich leicht vorstellen, warum Hildesheim das "Nürnberg des Nordens" genannt wurde und wie wundervoll es bis zu den wenige Tage vor Kriegsende stattgefundenen Zerbombungen des 2. Weltkriegs ausgesehen hat. Besonders der, der am Vormittag des 22. März 1945 erfolgte, zerstörte diese einzigartige Fachwerkstadt zu nahezu 80%.








Schon bei der Anfahrt auf Hildesheim sind von weitem die drei (hier nur zwei im Bild) stolzen Türme der seit dem 12. Jahrhundert baulich unverändert gebliebenen Basilika St. Godehard zu erkennen. Die Kirche wird von den Hildesheimern liebevoll Godehardi genannt.



Die St.-Godehard-Basilika wurde im 12. Jahrhundert nach der Heiligsprechung des Benediktinerabts und späteren Hildesheimer Bischofs Godehard (Gotthard) als benediktinische Klosterkirche im hochromanischen Stil erbaut und ist bis heute ohne wesentliche Veränderungen erhalten (Ausmalung und Ausstattung 19. Jh.). Im Zweiten Weltkrieg wurde die Godehardikirche zwar bei Luftangriffen am 13. Februar 1945, am 22. Februar 1945 und am 22. März 1945 vor allem im Bereich des nördlichen Seitenschiffes beschädigt, jedoch konnten die Schäden bereits 1945 wieder behoben werden, so dass die Kirche im selben Jahr wieder für Gottesdienste zur Verfügung stand. Sie war die einzige Kirche im Zentrum von Hildesheim, die von größeren Zerstörungen verschont blieb. Teile des Klausurbereichs (Ostflügel mit Kapitelsaal, Südflügel mit spätmittelalterlichen gewölbten Kellerräumen) sind erhalten, jedoch wurden die südlichen Raumteile bei einer Umbaumaßnahme in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Substanz beeinträchtigt. Die Kirche wurde 1963 zur päpstlichen Basilika minor erhoben.



Damals 1974, sowie heute war Palmsonntag und darum möchte ich euch mitnehmen  in diese einzigartige, uralte Basilika. 









Besonders beeindruckend ist neoromanische Radleuchter in der Vierung über dem Hauptaltar. Dieses imposante Teil wurde im Jahr 1864 von der letzten Königin von Hannover, Marie von Sachsen-Altenburg, gestiftet. Ursprünglich war der tonnenschwere Leuchter, der einen Durchmesser von über 6 Metern hat mit Kerzen bestückt und wurde zum Anzünden an einem Gewinde jeweils hoch und runter gelassen. 




spätgotisches Chorgestühl


Die Basilika Sankt Godehard beeindruckt und durch ihre klare, überaus harmonische architektonische Gestaltung und die herrlichen Wand- und Deckenmalereien. Diese sind in den Jahren 1861 bis 1863 von dem Kölner Dekorationsmaler Michael Welter angefertigt worden. 






Der Chorfussboden aus dem Jahr 1863 zeigt auf 96 Quadratmetern ein gleicharmiges Kreuz,
in dessen Mitte die Basilika als rettende Arche auf dem Berg Ararat abgebildet ist.




Die aus dem 12. Jahrhundert stammende, ehemalige Abteikirche St. Godehard im Süden der Hildesheimer Altstadt gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen der Romanik in Deutschland. Sie gilt als ein einheitlich geplantes und gebautes Gesamtkunstwerk.

Die Basilika St. Godehard ist verlässlich geöffnet. 




Verlässt man das Kirchengebäude hat man einen pittoresken Blick auf den aus dem Jahr 1469 gebauten Kehrwiederturm. Er ist der letzte erhaltene der ursprünglich vier Stadttürme der alten Stadtbefestigung und einen eigenen Besuch wert. 




Das Wernersche Haus aus dem Jahr 1606 ist ein denkmalgeschützter Renaissancebau der durch die komplexe Schönheit seiner Verzierung die Aufmerksamkeit auf sich zieht. 




Der Hintere Brühl ist Teil des Historischen Fachwerkviertels von Hildesheim, das aus 4 Straßen besteht und ist mit seinen rankenden Rosen und wunderschönen Bemalungen ein Fachwerk-Ensemble vom Feinsten. 










Ich wünsche euch ein herrliches erstes Maiwochenende und einen wunderbaren Mai!


Eure, 

isabella 





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