Hallo lieber Gast

Hallo lieber Gast, willkommen in den klaren Weiten im Norden Deutschlands, begleite mich auf meinen Pfaden durch die Natur, Ausflügen und Reisen, auf der Suche nach Ruhe und Anregung. Entdecke mit mir Linien und Freiräumen, die die Perspektiven, die Vielfalt der Farben und Formen dieser Welt und unserer Natur uns bieten und genieße Momente der Nachdenklichkeit, Poesie und philosophischen Worte großer Dichter und Denker, manchmal auch meine eigenen lyrischen Texte dazu.

Schön, dass Du Dir die Zeit genommen hast - wunderbar, Dich hier zur wissen!

" Ich muss mich ganz im Stillen mit meiner Außenwelt reiben,. sonst werde ich untauglich für die Welt."

- Paula Modersohn-Becker

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Stille

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Schweigen und Abgeschiedenheit sind das Geheimnis des Erfolges.
In dieser aufreibenden modernen Zeit gibt es nur ein Mittel, sich von den unablässigen
Forderungen zu befreien: Man muss sich von Zeit zu Zeit ganz von ihnen zurückziehen.



- Paramahansa Yogananda





Liebe bergfrische Grüße,

isabella 




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Jetzt fahren wir übern (Tegern-)See

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Während unserer Tage am Tegernsee hatten wir ein ganz bezauberndes kleines und sehr erholsames Hotel in Bad Wiesssee. Ziemlich jeder etwas größere Ort am See (so schien es uns jedenfals) hat einen eigenen Bootsanleger und lädt dazu ein, das Auto stehenzulassen und die Sehenswürdigkeiten per Schiff (doch wesentlich komfortabler als mit einer hölzernen Wurzel!! 😁 ) zu erkunden. Direkt Bad Wiessee gegenüber liegt das ehemalige Kloster Tegernsee, das Benediktinische Zentrum des alten Bayerns. Somit war klar, dass wird unser erstes See-Ziel. 




Zum Glück hatte die Regenperiode der ersten Tag offensichtlich ihr Ende gefunden und der Himmel zeigte sich in schönstem bayrischen Weiß-Blau. Grund genug uns über den See zu wagen. 




Es ist eine herrlich entspannte Art und Weise seine Urlaubstage zu verbringen und sich die wundervolle Landschaft und pittoresken Ortschaften rund um den Tegernsee anzuschauen. 



Da zogen sie hin, die Regenwolken, unseren Segen hatten sie jedenfalls. 



Übrigens ist der Regen keines Menschen Freund, aber Wohl der Tiere, denn das Gras wächst schön, und die Biertrinker haben sich auch nicht zu beklagen, daß die Gerste nicht gerät.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832





Mit immer mehr Sonnenschein kam unser Ziel in Sicht - Schloss Tegernsee, früher Kloster Tegernsee.




Unübersehbar ist der gelb gestrichene Komplex für jeden, der nach Tegernsee kommt - ob nur auf der Durchfahrt in die Berge oder vielleicht zum Besuch des weitberühmten Bräustüberls. Es handelt sich dabei um das, was von den Bauten der ehemaligen Benediktinerabtei noch übrig ist, des einst vielleicht bedeutendsten Klosters im alten Bayern. 




Das ehemalige Benediktiner Kloster befindet sich seit der Säkularisation im Besitz des Hauses Wittelsbach. Momentaner Schlossherr ist S.K.H. Herzog Max in Bayern und I.K.H. Herzogin Elizabeth in Bayern. Das Schloss und die Tegernseer Gruft der Wittelsbacher sind nicht zu besichtigen. Im Jahr 1895 begann Herzog Karl Theodor mit dem Umbau der Mönchsgruft zur Gruft der Wittelsbacher in Bayern, die neben der Grabstätte in der Münchner Theatinerkirche die Bekannteste ist. Berümteste Person in der Gruft ist wohl Herzogin Ludovika in Bayern, Gemahlin des Herzogs Maximilian in Bayern und Mutter von "Sissi", der späteren Kaiserin von Österreich.








Der einzige zu besichtigende Teil dieser riesigen Anlage ist die ehemalige Klosterkirche St. Quirin, die 1476 erbaut, ab 1678 nach den Plänen Enrico Zuccalli ausgeprägte Barockisierung erhielt. In ihr zeigen sich Macht und Reichtum des Benediktinerordens sehr deutlich. 




Hach, das war jetzt aber ein Pech. Durch die ausgiebige Kirchenbesichtigung haben wir doch glatt den traditionell richtigen Zeitpunkt für das Essen von Weißwürsten verpasst. Der sollte nämlich VOR dem Angelus-Läuten (12 Uhr mittags) sein. Diese Regel stammt noch aus der Zeit, als die Metzger ihre Weißwürste nicht vorgegart hatten. 




Dös beste Bier hab i, was ma weit und breit findt - 
aber i kimm net zum Sauffa weil mei Buzzi net kimmt.

Bierdeckel aus dem Braustüberl 





Essen und Trinken, so heißt es in Bayern, hält Leib und Seele zusammen! 






Auch wenn man selbstverständlich in der heutigen Zeit zu jeder Uhrzeit seine Weißwürsterl genießen kann, waren wir doch noch so gesättigt von unserem fantastischen Hotelfrühstück, dass wir eigentlich nur ein zünftiges bayrisches Bier trinken wollten. Diesem guten Vorsatz sind wir dann doch in Form eines üppigen Palatschinken Tellers untreu geworden. 




Noch ein wenig zur Geschichte des Braustüberls findet sich hier: braustuberl.de




Ja, wir haben uns auch verliebt in diese so entspannte und charmante Atmosphäre und haben uns
fest vorgenommen wiederzukommen, an den Tegernsee und natürlich auch ins Braustüberl.




Da sind wir wieder auf "unserer" Seite des Tegernsee, glücklich und bereichert durch einen wunderschöne Ausflug über den See. 










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Alpenblick

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Ohne jede Frage, ich bin ein Nordlicht und unsere weiten Himmel in Norddeutschland begeistern mich jeden Tag aufs Neue und dennoch, ...




...der erste Blick auf die majestätischen Alpen am südlichsten Ende Deutschlands sind bei jeder Reise dorthin etwas ganz Besonderes für mich und wenn der Himmel dann noch derartig grandios... 




...diesen ersten Anblick krönt, dann "geht mir das Herz auf" und ich bin total verliebt in diese Gegend. Vielleicht sind es die bayrischen Gene in mir, die dann auf ihr Recht auf Heimat pochen. Wer weiß!





 In die Berge sehnst du dich,
An das Meer, –
Und der Berg des Himmels
Mit seinen steilblauen Wänden:
Ragt er nicht ewig
Vor dir auf?

In die Berge sehnst du dich,
An das Meer, –
Und das Meer des Himmels
Mit seinem tiefblauen Spiegel:
Wogt es nicht ewig
Vor dir hin?

Wie ein Knabe
Träumst du von Bergen,
Träumst du von Meeren ..
So wirf den Nacken doch zurück
Und habe mehr denn Berg und Meer –
Hab' – Ewigkeit!
  
  
Christian Morgenstern, 1871 - 1914




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Kloster Benediktbeuern, Bayern - Teil 2


 


Nun geht es mitten hinein in die imposante Klosteranlage mit ihrer jahrhundertelangen Geschichte, die man auf der Kloster Homepage sehr gut nachlesen kann. Es gilt mit seinem Beginn im 8. Jahrhundert als das älteste Kloster Oberbayerns. 



Das Konventviereck spiegelte mit seiner lebendigen Jugend all ringsum wunderbar den Geist des Klosters wider. 



Lasst uns ein wenig von der besonderen Atmosphäre im Innern genießen, die heute trotz der doch recht wechselhaften Geschichte der gesamten Anlage ein heiterer Ort, voller Bildungshunger, Forschergeist, aber auch Andacht und Religiosität ist. 




Prächtig im Stil des Barocks verziertes Tonnengewölbe. 





Ein Raum in dem man viel über die Geschichte des Klosters und ihre berühmten Äbte und Mönche erfährt. 



Gelächter und Kinderstimmen dringen durch die uralten Flure und Mauern. 






Blick in den Konventgarten. 




Kreuzgang Impressionen. Derzeit leben 33 Salesianer aus 6 Nationen im Kloster. Sie sind gemeinsam mit rund 140 angestellten sowie zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klosters in den verschiedenen Einrichtungen in unterschiedlichen Berufen tätig oder verbringen hier ihren Lebensabend. 




Natürlich haben wir uns auch die Klosterkirche, die heute Pfarrkirche ist, von innen angeschaut. 









Das allgegenwärtige Sonnenlicht im Innern ist sehr überraschend. 









Es war ein wunderbarer, lehrreicher und sonnendurchfüllter Tag und ich kann einen Ausflug ins Kloster Benediktbeuern wirklich nur empfehlen. 



Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elisium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum.
Deine Zauber binden wieder,
Was die Mode streng getheilt,
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.


Friedrich von Schiller, 1759 - 1805



Wasserfälle und ein Restaurant mit Ausblick

 


Blühende Wiesen entschädigten für den andauernden Regen und da es heute nicht ununterbrochen regnen sollte, beschlossen wir die Josefsthaler Wasserfälle zu besuchen. Gut gerüstet mit Regenjacken und festem Schuhwerk machten wir uns auf einen fast menschenleeren Weg.



Das allgegenwärtige Rauschen, Glucksen und Gurgeln, sobald wir den Waldweg betraten, hatte schon einen ganz besonderen Zauber. 




Die Wege waren allerdings recht schlüpfrig und rutschig und man musste sich schon gut auf seine Schritte konzentrieren, zumal der Weg nicht immer flach, sondern teilweise schon recht steil war.






Leider versperrte eine Sicherheitsabsperrung den Weg zu den anderen Wasserfällen, doch auch dieser eine, der der größte Wasserfall dort ist, war den Weg allemal wert. 








Wir konnten uns von diesem atemberaubend schönen Ort kaum lösen. 








 Die blühenden Wiesen sind wirklich ein echter Hingucker! 




 Nach so einer schönen Wanderung braucht es natürlich ein zünftiges Abendessen und da hatten wir uns das Restaurant Lieberhof in Tegernsee ausgesucht, mit seiner wahrscheinlich schönsten Terrasse am gesamten Tegernsee. 




Es regnete und regnete, drum war diese berühmte Terrasse auch menschenleer. So hat alles seine Vorteile. 




Den grandiosen Ausblick über den Tegernsee und die umliegenden Berge störte der Regen natürlich gar nicht. 




 Es plätscherte und tropfte vom Dach und aus Regenrinnen und das Bimmeln von den Glocken der ringsherum weidenden Kühe machten eine ganz besondere Atmosphäre. 



Wir bekamen mühelos einen herrlichen Fensterplatz und entschieden uns für den Bergsteiger Burger, der sich als total lecker entpuppte - Gezupfter Schweinebraten im Sauerteig Bun, Krautsalat, Röstzwiebeln, Kren und Steakhouse Pommes. 




Der Regen wollte und wollte nicht aufhören, wir saßen gemütlich im Trockenen mit einem leckeren Bayrischen Bier und schauten zu, wie der Tag in die Nacht überging. 




So können auch verregnete Urlaubstage etwas absolut Wundervolles sein! 











Hätt ich des Himmels reichbestickte Tücher,

bestickt aus Golden- und aus Silberlicht,

die dunklen, die blauen und die hellen Tücher,

aus Nacht, aus Tag und aus der Dämmerung,

legt ich die Tücher dir zu Füßen.

Doch ich bin arm und habe nichts als Träume,

so leg ich meine Träume dir zu Füßen.

Tritt leise, denn du trittst auf meine Träume.



William Butler Yeats, 1865 - 1939




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