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"Der Wiederaufbau des
Neues Museums hat die Deutschen beschäftigt, wie kein anderer Museumsbau in Deutschland. Der Architekt David Chipperfield, der den Wiederaufbau konzipierte, rettete, was zu retten war, konservierte selbst winzige Fragmente, baute, wo die Vernichtung total war, Neues in den alten Konturen. So entstand eine Collage, deren Changieren zwischen intaktem Klassizismus, Ruine und Moderne mindestens so faszinierend und fordernd ist wie der ursprüngliche Bau. "
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Die obige Fotografie zeigt die:
" umstrittenen
Treppenhalle, dem einstigen und jetzigen Hauptzugang. Mit Pamphleten forderten Bürgerinitiativen die Rekonstruktion des Originals, das Stüler als poetische Assemblage aus den Propyläen, dem Parthenon und dem Erechtheion der Akropolis von Athen gestaltet hatte. Chipperfield fand davon nur noch verrottete Torsi und beschloss, das Ensemble nur in der ursprünglichen Kubatur nachzubauen. Der Eindruck ist überwältigend: Zwischen monumentalen Schrägen steigt man vier ionischen Kolossalsäulen Stülers entgegen, hinauf ins Licht, das durch wandhohe Fenster fällt. Als neue Konstruktion, die den einstigen offenen Dachstuhl zitiert, überspannt, auf weiß geschlämmten Ziegelwänden lagernd, ein Gebälk den Riesenraum. So bleibt, wenn auch zeitgemäß ernüchtert, der Traum von Größe und Erhabenheit erhalten, dem die Spätromantik einst mit dem Neuen Museum Gestalt verlieh."
Zitate untenstehendem Link entnommen:
faz.net Germanien kann so schwerelos sein