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vom Glück gestreift

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Oft steht einem plötzlich irgendein stiller Waldeswinkel wieder vor Augen, ein Uferrand, ein Garten in Blütenpracht, den man vielleicht ein einziges Mal an einem sonnenhellen Tag gesehen hat. Das ist im Gedächtnis haften geblieben wie das Bild einer Frau, der man etwa an einem Frühlingsmorgen begegnet in durchsichtig hellem Kleide, und die in Seele und Nerven Unruhe, Wünsche zurückgelassen, nicht auszulöschen, als hätte einen das Glück gestreift.


Guy de Maupassant, 1850 - 1893







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Mein Norden - Stille

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Stille, er schläft, stille! stille!
Libelle, reg die Schwingen sacht,
Daß nicht das Goldgewebe schrille,
Und, Ufergrün, halt gute Wacht,
Kein Kieselchen laß niederfallen.
Er schläft auf seinem Wolkenflaum,
Und über ihn läßt säuselnd wallen
Das Laubgewölb' der alte Baum;
Hoch oben, wo die Sonne glüht,
Wieget der Vogel seine Flügel,
Und wie ein schlüpfend Fischlein zieht
Sein Schatten durch des Teiches Spiegel.
Stille, stille! er hat sich geregt,
Ein fallend Reis hat ihn bewegt,
Das grad zum Nest der Hänfling trug;
Su, Su! breit, Ast, dein grünes Tuch –
Su, Su! nun schläft er fest genug.


Annette von Droste-Hülshoff, 1797 - 1848



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