Eine bretonische Mühle und ein altes Lied von einer Nixe und einem Müller

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Das alte Lied

Es geht eine Sage vom tiefen See,
Wo die Nixe taucht aus den Wellen:
Alljährlich erfaßt es mit Angst und Weh
Einen jungen Mühlengesellen.
Ihn schauert's im Haus, erst drunten entflieht
Sein Schmerz in der bläulichen Kühle.
Mir liegt im Sinne das alte Lied
Von dem Müller und seiner Mühle!

Ich mag nicht mehr der Menschen Weis'
Und all ihr Höhnen und Fragen,
Wie ich verlassen den alten Kreis
Aus wilden, thörichten Tagen?
Sie meiden mich, da ich sie mied;
Und kühl ich die lastende Schwüle,
Sie werden sagen: Das alte Lied
Von dem Müller und seiner Mühle!

Du dunkle Tiefe, du lockst so süß
Hinab zu deinen Gründen!
O rausch' empor, meine letzten Grüß'
Und Alles ihr zu verkünden!
Und wenn sie stumm hinunter sieht
In die wellenkräuselnde Kühle,
Dann denkt sie wohl an das alte Lied
Von dem Müller und seiner Mühle!

Otto Roquette, 1824 - 1896






Diese wunderschöne bretonische Windmühle "Alphonse Daudet" habe ich bei einem Besuch im Mühlenmuseum, Gifhorn photographiert. 






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#MySundayPhoto

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Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,
was sollen wir singen, was sollen wir sagen?
Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste
vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!
Wir wollen euch danken für alle Gaben
und wollen euch immer noch lieber haben.

- Gustav Falke




Ich wünsche Euch eine wunderschöne, harmonische Adventszeit.


herzlichst Isabella











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my North - Melancholy

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All changes are 
more or less tinged 
with melancholy,
for what we are
leaving behind is
part of ourselves.


- Amelia E. Barr


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mein Norden - traumstill die Welt ...

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Traumstill die Welt. Nur ab und zu ein heisrer Schrei 
Von Raben, die verflatternd um die Stoppeln streichen. 
Der düstre Himmel drückt wie mattes schweres Blei 
Ins Land hinab. Und sacht mit seinen sammetweichen 
Schleichschritten geht der Herbst durch Grau und Einerlei.

...

Stefan Zweig 










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Poetry of the last Roses

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The Last Rose of Summer

’TIS the last rose of summer
  Left blooming alone;
All her lovely companions
  Are faded and gone;
No flower of her kindred,       
  No rosebud is nigh,
To reflect back her blushes,
  To give sigh for sigh.

I’ll not leave thee, thou lone one!
  To pine on the stem;        
Since the lovely are sleeping,
  Go, sleep thou with them.
Thus kindly I scatter
  Thy leaves o’er the bed,
Where thy mates of the garden        
  Lie scentless and dead.

So soon may I follow,
  When friendships decay,
And from Love’s shining circle
  The gems drop away.        
When true hearts lie withered
  And fond ones are flown,
Oh! who would inhabit
  This bleak world alone?


Thomas Moore 1778 - 1859 








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Berliner Herbsttage - 1

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Wir in Berlin sind überall dabei, aber wir kommen zu nichts. Wir haben französischen Schick, englischen Sport, amerikanisches Tempo und heimische Hast - nur uns selbst haben wir nie gekannt.

Kurt Tucholsky, 1890 - 1935








Sky Watch Friday - MySundayPhoto








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my Garden in Autumn

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Autumn 


The thistledown's flying, though the winds are all still, 
On the green grass now lying, now mounting the hill, 
The spring from the fountain now boils like a pot; 
Through stones past the counting it bubbles red-hot. 

The ground parched and cracked is like overbaked bread, 
The greensward all wracked is, bents dried up and dead. 
The fallow fields glitter like water indeed, 
And gossamers twitter, flung from weed unto weed. 

Hill-tops like hot iron glitter bright in the sun, 
And the rivers we're eying burn to gold as they run; 
Burning hot is the ground, liquid gold is the air; 
Whoever looks round sees Eternity there. 





BY JOHN CLARE






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