sehen - kleine Wunder

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Die, welche Wunder begehren, sind sich nicht bewußt, daß sie damit von der Natur die Unterbrechung ihrer Wunder verlangen.


Antoine Comte de Rivaról, 1753 - 1801


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sehen - Zartes

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Nein, ich vergesse dich nicht,
was ich auch werde,
liebliches zeitiges Licht,
Erstling der Erde.

Alles, was du versprachst,
hat sie gehalten,
seit du das Herz mir erbrachst
ohne Gewalten.

Flüchtigste frühste Figur,
die ich gewahrte:
nur weil ich Stärke erfuhr,
rühm ich das Zarte.



Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926



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wolkenloses Blau

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Ich hab manchen Tag getrauert,
Daß alles so vergänglich ist,
Und daß das gute selbst nicht dauert,
Und daß man sein so bald vergißt.

Es läßt sich schon das Glück nicht binden,
Man hält es fest, so lang es geht;
Doch kann man es auch wiederfinden,
Wenn man das Suchen nur versteht.

Oft muß man erst durch Wolken dringen,
Eh' man des Himmels Blau entdeckt:
So läßt das Gute sich erringen,
Weil sich das Beste nur versteckt.



August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798 - 1874


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noch mehr himmlisches Blau: Skywatch friday


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Maischönheiten

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Mai

Nun aber hebt zu singen an
Der Mai mit seinen Winden.
Wohl dem, der suchen gehen kann
Und bunte Blumen finden!

Die Schönheit steigt millionenfach
Empor aus schwarzer Erden;
Manch eingekümmert Weh und Ach
Mag nun vergessen werden.

Denn dazu ist der Mai gemacht,
Daß er uns lachen lehre.
Die Herzen hoch! Und fortgelacht
Des Grames Miserere!


Otto Julius Bierbaum



Im Wind - isla fuerteventura

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Wer je den Wind sah? Keiner, mein Kind.
Doch wenn die Bäume sich neigen,
weißt du, da geht der Wind.

Christina Georgina Rossetti, 1830 - 1894


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isla fuerteventura - Fischer III

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Die Weisheit der Fischer

In einer brasilianischen Gemeinde von Fischern stellte jemand die Frage: "Warum suchte Jesus einen Fischer wie Petrus aus, um ihm die Leitung der Kirche anzuvertrauen?"
Die Antwort: "Wer sich zu Land bewegt, baut eine Straße und asphaltiert sie. Dann wird er immer wieder diesen Weg benutzen. Ein Fischer aber sucht die Fische dort, wo sie sind. Deshalb sucht er jeden Tag einen neuen Weg. Ihm kommt es darauf an, die Fische ausfindig zu machen. Es kann ja sein, daß der Weg von gestern nicht zu den Fischen von heute führt."


Unbekant

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noch mehr Blautöne rund um die Welt gibt es hier: blue monday

von Grün und Weiß und Maikäfern

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Wie ein Meer des Lebens ergießt sich der Frühling in die Erde,
der weiße Blütenschaum bleibt an den Bäumen hängen. Es ist ein schöner Tag.

Heinrich Heine

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Ein herrliches sonniges, maisinniges Pfingstwochenende wünsche ich Euch allen!

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noch mehr schöne Wochenendgefühle gibt es hier: Scenic Sunday
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Der Maikäfer ist in Deutschland eine berühmte Märchenfigur geworden durch den unvergessenen Herrn Sumsemann aus Peterchens Mondfahrt. Sie hat diesen drolligen und recht lauten Käfer für immer in unseren Herzen verankert. Immer wieder wurde sein drohendes Aussterben verkündet, vor 30 Jahren beklagte Reinhard Meys in einem Chanson "Es gibt keine Maikäfer mehr!". Das stimmt so nicht, der possierliche Kerl ist nicht bedroht, seine Population hängt vielen Faktoren auf und das befürchtete Massenauftreten, was zu regelrechten Kahlschlägen führen kann, bleibt zum Glück oft jahrelang aus.

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unendlich - isla fuerteventura

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In wenigen Stunden
Hat Gott das Rechte gefunden.
Wie? Wann? Und wo? – Die Götter bleiben stumm!
Du halte dich ans Weil und frage nicht Warum?
Willst du ins Unendliche schreiten,
Geh nur im Endlichen nach allen Seiten.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832

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mehr himmlische Unendlichkeit gibt es hier: Skywatch Friday
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isla fuerteventura - Lied vom Meer

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Lied vom Meer

Uraltes Wehn vom Meer,
Meerwind bei Nacht:
du kommst zu keinem her;
wenn einer wacht,
so muß er sehn, wie er
dich übersteht:
uraltes Wehn vom Meer,
welches weht
nur wie für Ur-Gestein,
lauter Raum
reißend von weit herein…
O wie fühlt dich ein
treibender Feigenbaum
oben im Mondschein.

Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926

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für mehr Wasserbilder rund um die Welt hier klicken: watery wednesday

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isla fuerteventura - Weite

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Das Reisen ist auch solch ein Element, das sich jeder Definition entzieht. Wie schnell ist man weit vom gestrigen Tag...


Hugo von Hofmannsthal, 1874 - 1929


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Tulpen, die Mainau und glückliche Kunst

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Wer die Blume des Frühlings pflückt,
versteht die glücklichste Kunst.




Ernst Moritz Arndt, 1769 - 1860



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von der Hoffnung auf Frieden - 8. Mai 1945 - 65 Jahre Ende des II. Weltkrieges

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Am 8. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges und damit auch der Befreiung vom Nationalsozialismus zum 65. Mal.
Der zweite Weltkrieg, der opferreichste, brutalste und grausamste Krieg der Menschheitsgeschichte, der rund 60 Millionen Tote forderte, war endgültig zu Ende.
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Es ist ruhmreicher, den Krieg mit dem Worte zu töten, als Menschen mit dem Schwerte, den Frieden durch den Frieden zu gewinnen, nicht durch den Krieg.

Augustinus Aurelius, (354 - 430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater und Heiliger


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Nie wieder Krieg!

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sehen - sanft

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Wie ein guter Dichter
liebt die Natur keine
schroffen Übergänge


Heinrich Heine



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Wasser, Maihimmel und eine Ente

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dazu passt ganz wunderbar diese alte Mailied des norddeutschen Dichters Christian Adolph Overbeck, 1755-1821:


Komm lieber Mai

Komm lieber Mai und mache
Die Bäume wieder grün
Und laßt uns an dem Bache
Die kleinen Veilchen blüh'n
Wie möchten wir so gerne
Ein Blümchen wieder seh'n
Ach lieber Mai wie gerne,
Einmal spazieren geh'n.

... alle Strophen

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für mehr um das Thema Wasser bitte hier klicken: watery wednesday


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sehen - Zauber

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Die Kraft zu lieben, die Gesundheit, sich, das Leben, Freundschaft und Geist zu geniessen und zu erwidern, ist der Zauber, der alles bezwingt.

Ludwig Tieck, 1773 - 1853


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Frühling, Heimweh und blühende Margeriten

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Dieses wahrlich nicht luxuriöse Bauernhaus

„ ... Es hat auch keine Wasserleitung, so daß ich alles Wasser am Brunnen hole, keine Handwerker, so daß ich die nötigen Reparaturen am Haus selber machen muß, und keinen Metzger, also hole ich Fleisch, Wurst etc. jeweils im Boot über den See aus dem nächsten thurgauischen Städtchen ....“

Aus einem Brief vom 11.9.1904 an Stefan Zweig


hatte Hermann Hesse in den Jahren 1904 - 1907 für seine Familie gemietet, bevor er sich 1907 von dem Architekten Hans Hindermann ein eigenes Haus im „Erlenloh“ erbauen ließ.

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