winter - lich - t, wald


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Vorgefühl

Es ist ein Schnee gefallen,
hat alles Graue zugedeckt,
die Bäume nur gen Himmel nicht;
bald trinkt den Schnee das Sonnenlicht,
dann wird das alles blühen,
was in der harten Krume jetzt
kaum Wurzeln streckt.

Richard Dehmel
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winter - lich - t

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Es ist doch Winter?
Aber vom Himmel fallen
blühende Blumen.
Über den Wolken droben
sollte es schon Frühling sein?

Kyohara Fukayabu
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Lichtspuren

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Es gibt zwei Arten für Licht zu sorgen:
Man kann die Kerze sein oder der Spiegel, der sie reflektiert.

Edith Wharton



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Frohe Weihnachten!





Allen meinen lieben Freund/innen und Leser/innen von Herzen ein besinnliches und harmonisches Weihnachtsfest voller Freude und ein glückliches und gesundes neues Jahr mit den allerbesten Wünschen für 2010.

Vielen Dank für diese wundervolle gemeinsame Zeit!



Herzlichst

Isabella - veredit

Wintergarten




Nichts Nervenerfrischenderes weiß ich,
als in weißer Winterdämmerung so
dahinzuwandern im wirbelnden Geflocke.
Es ist Natur, die gleichsam vom Himmel
fällt, so still und so rein, wie es
nichts Reineres gibt auf Erden.

Peter Rosegger



... es schneit und schneit, ununterbrochen, wie schon seit Jahren nicht mehr zu dieser Jahreszeit und ganz Norddeutschland, ja das ganze Land versinkt in Schnee und Kälte. Was auf den Straßen schon für Unannehmlichkeiten sorgt, verzaubert jedoch Garten und Natur. Der Wetterbericht sagt allerdings schon wieder Tauwetter an, schade um die stimmungsvolle Pracht.

Weihnachtliches

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Hörst auch du die leisen Stimmen
aus den bunten Kerzlein dringen?
Die vergeßenen Gebete
aus den Tannenzweiglein singen?
Hörst auch du das schüchternfrohe,
helle Kinderlachen klingen?
Schaust auch du den stillen Engel
mit den reinen, weißen Schwingen?...
Schaust auch du dich selber wieder
fern und fremd nur wie im Traume?
Grüßt auch dich mit Märchenaugen
deine Kindheit aus dem Baume?...




Ada Christen, 1839 - 1901


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Dresden - Weihnachtliches






Weihnachten


Markt und Straße steh’n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus;
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh’n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld.
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern,
wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen;
aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen. -
O, du gnadenreiche Zeit!


Joseph von Eichendorff 1788 - 1857


festlich geschmückter Zaun des Taschenbergpalais in Dresden. Erbaut von dem berühmten Barock-Baumeister Mätthäus Daniel Pöppelmann, der 1680 nach Dresden kam und diesen Bauauftrag als ersten größeren Auftrag vom Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (August der Starke; reg. 1694-1733) erhielt. Der es als Geschenk für seine nicht weniger berühmte Geliebte die Gräfin Cosel bauen lassen wollte. Der ursprüngliche Name des Gebäudes lautete Türkisches Haus, wegen seiner orientalischen Einrichtung. Der spätere Name Taschenbergpalais erinnert an den kleinen Hügel Taschenberg am Elbufer, auf dem das Residenzschloss errichtet wurde.

Durch anglo-amerikanische Bomberangriffe wurde das gesamte Gebäude im Februar 1945 bis auf wenige Mauerreste zerstört.

Erst im Jahr 1993 ist mit dem originalgetreuen Wiederaufbau nach den Plänen Pöppelmanns begonnen worden.

fraktale


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....nur noch einmal bricht die Sonne
unaufhaltsam durch den Duft,
und ein Strahl der alten Wonne
rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide
dass man sicher glauben mag,
hinter allem Winterleide
lieg`ein ferner Frühlingstag....


Theodor Storm

die Welle





Wenn du dir eine Perle wünschest,
such sie nicht in einer Wasserlache.
Denn wer Perlen finden will,
muss bis zum Grund des Meeres tauchen.

Rumi, 1207 - 1273

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Glück sehen ...


die letzten Strahlen der untergehenden Sonne lagen über der Bucht ...


"Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, daß er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick."

Fjodor M. Dostojewski

Dezemberrose

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Die Rosenblüte
Erstarb in diesen Tagen:
Oh, welche Kälte!


Shiki (1867 -1902)

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Staunen



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Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen.
Albert Einstein

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Charme



Der große Charme der Katzen besteht in ihrem alles übertreffenden Egoismus, ihrer Nonchalance gegenüber Verantwortung und ihrer Abneigung, sich auf ehrliche Weise ihr täglich Brot zu verdienen … alles außer ihren unmittelbaren Interessen schätzen sie gering
(Robertson Davies – The Papers of Samual Marchbanks).
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1. Advent




Allen Freunden und Lesern wünsche ich eine wundervolle Vorweihnachtszeit und eine harmonische und freudvolle Adventszeit

veredit - Isabella Kramer


Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Matthias Claudius,1740-1815
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... unscheinbar




.... die höhere Entwicklung der Seele
beginnt erst dann,
wenn man sich über die kleinste Blume,
über das kleinste Blumenblatt,
über das unscheinbarste Käferchen
oder Würmchen so wundern kann
wie über die grössten kosmischen Vorgänge.


Rudolf Steiner (1861 - 1925)
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rush hour seaside

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Was im Ton übereinstimmt, schwingt miteinander.
Was wahlverwandt ist im innersten Wesen, das sucht einander.

I Ging, chinesisches Weisheitsbuch

Geduld



"Was machen Sie?"

"Nichts. Ich lasse das Leben auf mich regnen."

Rahel Varnhagen 1771-1833
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Weite



Blickt auf die Weite, die Festigkeit, die Raschheit des Himmels und hört einmal auf, Wertloses zu bewundern!

Anicius Manlius Torquatus Severinus Boethius, (um 480 - um 524 von Theoderich hingerichtet), römischer Staatsmann und Philosoph

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vis-à-vis

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Schon die kleinste Katze ist ein Meisterwerk.

Leonardo da Vinci
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sie ist eine aufmerksame Beobachterin, neugierig, kapriziös, aber auch sehr anhänglich, gelegentlich auch launisch. Ihr Name ist Xenia und sie gehört zur Rasse der Britisch Kurzhaarkatzen (Karthäuser). Seit fünf Jahren lebt sie zusammen mit ihrer Halbschwester Souris bei uns oder eigentlich richtiger, lässt sie uns in ihrem Heim und Garten wohnen und gewährt uns die Gnade, sie versorgen zu dürfen.

Aber Hand auf's Herz - ich würde diese Entscheidung immer wieder treffen. Diese Rasse ist außergewöhnlich intelligent und eine wahre Freude im Umgang.

isla fuerteventura - Mirador de Morro Velosa

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Der Traum enthält etwas, das besser ist als die Wirklichkeit,
Die Wirklichkeit enthält etwas, das besser ist als der Traum.
Vollkommenes Glück wäre die Verbindung beider.

Leo N. Tolstoi
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Der Morro de Velosa gilt als der schönste Aussichtspunkt der Insel Fuerteventura.
Er ist nach einer Idee des berühmten Architekten und Künstler Cesar Manrique gestaltet worden und zeigt auf einmalige Weise die gelungene Verbindung zwischen Mensch und Natur.

Auf einer Höhe von 650 m gelegen hat man bei klarem Wetter einen einzigartigen Blick über den gesamten Norden der Insel.
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rundum




Es ist gut,
wenn uns die verrinnende Zeit nicht als etwas erscheint,
das uns verbraucht oder zerstört,
sondern als etwas, das uns vollendet.


Antoine de Saint-Exupéry

Grautöne

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Die Stadt

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohne Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer.



Theodor Storm, 1817 - 1888

Blautöne - Ostsee




Ich verlangte nach einer Mutter und einem Vater und ich fand die Nacht und das Meer.

Khalil Gibran, 1883 - 1931

Spuren - Meer - Vanitas


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Nimm dem Leben die harte Tragik, das tiefe Bewusstsein,
dass alles vergänglich ist, und du nimmst ihm die Schönheit.

Christian Morgenstern, 1871 - 1914

Blautöne - Ostsee - Fischkutter





Der Mensch hat immer eine Heimat, und wäre es nur der Ort,
wo er gestern war und heute nicht mehr ist.

Alexander von Villers, 1812 - 1880

Blautöne - Ostsee

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Ist das, was das Herz glaubt, nicht genauso wahr wie das, was das Auge sieht?

Khalil Gibran, 1883 - 1931




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Herbst - Lich - t


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Nun stehen die Tage grau, lässig, still,
Weil es herbsten will.
Der Sommer ist arm.

Doch ich trage junge Violen im Haar,
Und Maienstrahlen, eine goldhelle Schar,
Und die Sonne im Arm.

Max Dauthendey

Sanssoucis Moments



Schau zweimal, um richtig zu sehen. Schau nur einmal, um das Schöne zu sehen.

Henri Frédéric Amiel, 1821 - 1881

Herbst - Abend - Licht - Stille




Auch die Einsamkeit
ist manchmal etwas Schönes -
ah, der Herbstabend!


Yosa Buson,(1715 - 1783), japanischer Dichter

Spuren - Sylt

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Altes Kaptiänshaus in Keitum, Sylt. Für viele das schönste Dorf der Insel und gerade für uns Fotografen ein wunderbarer Ort, voller Perspektiven, Winkel und Spuren. Erzählen die imposanten Häuser doch von der Zeit, als die Sylter Seebären gefragte Kommandeure auf den Seglern im Atlantik waren.
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Heimat ist nicht Raum, Heimat ist nicht Freundschaft,
Heimat ist nicht Liebe – Heimat ist Friede.

Paul Keller, 1873 - 1932

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Farben




Zinnober kann man abwischen, aber man kann ihm nicht seine Röte nehmen.
Lü Bu We, um 300 - 235 v. Chr. (Freitod im Kerker)

Spuren - Licht


Abendstimmung am Steinhuder Meer, ein Binnenmeer in Niedersachsen (Deutschland). Es ist einer jenen seltenen Augenblicke, die man sich für immer bewahren möchte - die Nachsaison, die Ruhe und das unvergleichliche Licht des frühen Abend.



Folge nicht den Fußspuren der Meister:
Suche, was sie gesucht haben.

Bashô, 1643 - 1694

Isla Fuerteventura - La Pared


nie werde ich dieses Anblicks müde, wenn das Blau des Himmels und der Wolken mit dem Meer verschmilzt. Diese Bucht ist ein Ort voller Magie und Schönheit. Die tiefe Ruhe, die einen hier umgibt und die grandiose Umgebung geben diesem Platz einfach alle Attribute eines Sehnsuchtsortes. Schon jetzt freue ich mich auf den nächsten Aufenthalt Ende November diesen Jahres.

Im Wald - Pilze



Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein.

Hugo von Hofmannsthal, 1874 - 1929
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